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Progressionen

Progressiver Mond im 12.Haus

Erlebnisse mit Isolation und Medialität



Seitdem ich mich intensiv mit der psychologischen Astrologie beschäftige verfolge ich auch den Weg des progressiven Mondes durch die Häuser und Zeichen meines Geburtshoroskopes.

Obwohl ich bei meinen Horoskopdeutungen immer die Placidushäuser zugrunde lege, stelle ich fest, dass immer dann, wenn der progressive Mond einige Grade vor dem nächsten Horoskophaus nach Koch angelangt ist, ein wichtiges Ereignis einen neuen Lebenszyklus angekündigt. ( Siehe auch Steven Arroyo: "Die Aspekte des progressiven Mondes").

Themen und Inhalte des jeweiligen Hauses werden einem emotional nahe gebracht. Insofern spreche ich in diesem Bericht auch bewusst von Erlebnissen und nicht wie üblich von "Erfahrungen" im Sinne saturnaler Gesetzmäßigkeiten

Mein Radix-Mond befindet sich im 2.Haus und herrscht über meinen Aszendenten - Krebs.

Als mein Progressiver Mond etwa sechs Grad vor meinem elften Haus - Spitze Stier - stand wechselte ich im April 1995 von Vollzeit auf Teilzeittätigkeit, nachdem ich mir ausgerechnet hatte, dass ich auch dann immer noch ein gutes Ein-und Auskommen hatte, zumal ich allein lebte und meine Eigentumswohnung schuldenfrei war. Obwohl Teilzeitbeschäftigung in meinem Beruf, und dazu noch als Mann, überhaupt nicht üblich war, empfand ich dies einfach als mein Recht und brauchte mich auch gegenüber meinem Arbeitgeber hinsichtlich meiner Beweggründe nicht zu rechtfertigen.

Etwa zwei Jahre später fiel mir in einem Esotikladen ein Prospekt in die Hände, in dem mediale Sitzungen bei bekannten englischen Medien angeboten wurden, und zwar unter dem Namen SHS = Spiritual Help Service.

Ich kümmerte mich zunächst nicht weiter darum, obwohl mich die Sache nicht in Ruhe ließ.

Aber erst nachdem ich mich bei Bekannten erkundigt hatte, die bereits beim SHS eine mediale Sitzung erlebt hatten, fand ich den Mut anzurufen, um einen Termin zu vereinbaren.

Im Herbst des Jahres 1997 rückte mein progressiver Mond in die Nähe der Spitze meines 12. Hauses - Koch -. Ich spürte Veränderungen, die mich ahnen ließen, dass eine gravierende Lebensveränderung bervorstand, ohne zu wissen, was konkret geschehen würde.

Im Januar 1998 erhielt ich Nachricht über den Tod eines älteren Freundes aus meiner Heimatstadt, den ich viele Jahre kannte. Auch andere persönliche Kontakte lösten sich auf und

ich ertappte mich öfters bei dem Wunsch, mich von dem Alltagsleben zurückzuziehen und wegen meiner häufigen depressiven Zustände eine Klinik zwecks stationärer Behandlung aufzusuchen, fand aber nicht den Mut dazu.



Im folgenden Kapitel, das ich unter dem Titel "Lebenshilfe von Drüben" in der Zeitschrift "Das Medium", erstmals erschienen zum Jahresbeginn 2000 vom Verlag SHS in Wolfsburg veröffentlicht habe, sind meine individuellen Erlebnisse bei mehreren medialen Sitzungen während des Transites meines Progressiven Mondes durch das 12. Haus wiedergegeben:



Lebenshilfe von Drüben
Meine individullen Erfahrungen mit der geistigen Welt, die mehr als Gewissheit bedeuten

Meine erste mediale Sitzung beim SHS Mühleisen fand am 5. Februar 1998 statt.

Es ging mir nicht allein darum, Gewissheit und Beweise über die Existenz einer anderen Welt und über das Weiterleben meiner verstorbenen Angehörigen zu bekommen. Mir lag es auch sehr am Herzen, Botschaften über den Sinn und das Ziel meines eigenen Lebens hier auf der Erde zu erfahren. Zumal ich mich seit nunmehr 10 Jahren auch intensiv mit der modernen psychologischen Astrologie beschäftige, hat das Thema der individuellen Lebensaufgabe aus karmischer Sicht eine besondere Bedeutung für mich.

Nach eingehender Besprechung mit Isabel Mühleisen ca. sechs Monate vor dem ersten Termin schlug sie mir vor, einen Termin unter der Leitung von Elsie Poynton zu vereinbaren, da sie als Medium für dieses Thema besonders geeignet sei.

Zum Zeitpunkt der ersten Sitzung steuerte mein Leben immer mehr in eine ernste Krise hinein. Ich bin noch unverheiratet, kinderlos und seit Jahren spürte ich immer deutlicher, dass mir mein Beruf als Landvermesser weder Erfüllung noch Befriedigung brachte.

Seit Jahren litt ich unter Depressionen, ohne mir so recht darüber im klaren zu sein und auch an Schlafstörungen. Zudem hatte ich mich auf einen recht zweifelhaften Geschäftspartner eingelassen, dem ich bereits eine größere Geldsumme für eine Geschäftsgründung ohne Sicherheiten geliehen hatte. Er versprach mir dafür eine lukrative Nebentätigkeit in seinem zukünftigen Geschäft.

Obwohl ich längst spürte, dass es hier nicht mit rechten Dingen ging, hatte ich nicht mehr die psychische Kraft, mich von ihm zu lösen.

Um 10 Uhr vormittags begann nun meine erste mediale Sitzung bei Elsie Poynton. Die angenehme Atmosphäre im Sitzungszimmer wirkte gleich beruhigend auf mich. Nun die wichtigsten Passagen, übersetzt von Isabel Mühleisen als Dolmetscherin:

"Hier ist ein Mann in der geistigen Welt, der bringt Ihnen einen Stab, wie die Schäfer ihn haben, und dieser Mann möchte Sie als erster begrüßen heute morgen. Er sagt, dass er schon einige Zeit bei Ihnen ist, um Ihnen Unterstützung zu geben. Es gab eine Zeit in Ihrem Leben, wo Sie sich sehr verlassen fühlten, und das war auch die Zeit, in der Sie sich sehr verwirrt gefühlt haben.

Er sagt, er ist dazu da, um Sie aus dieser Verwirrung heraus zu führen und er bittet Sie:

"Sei ruhig, sei ruhig, ich bin bei dir !"

Weiter sagt er: "Oh, das ist schön, in den nächsten zwei Jahren wird sich dein Leben sehr positiv verändern."

Spontan erinnerte ich mich an die Zeit von 1992-93, in der ich längere depressive Phasen durchmachte und auch unter Platzangst - Agoraphobie - litt. Berufliche und private Probleme hatten diesen Zustand ausgelöst und ich konnte bestätigen, dass sich diese Probleme schließlich zum Guten wandten.

Weiter heißt es: "Ihr Leben musste quasi auf den Kopf gestellt werden, damit Sie einen neuen Weg gehen, und dabei hilft er Ihnen. Er sagt, bevor Sie diesmal auf die Erde gekommen sind, haben Sie nicht das zu Ende geführt, was Sie sich damals vorgenommen hatten, und jetzt fangen Sie an, die spirituellen Aspekte Ihres Lebens sich näher zu betrachten. Sie mussten durch das Negative hindurchgehen, bevor Sie jetzt das positive Bewusstsein bekommen.

Indem Sie die Vergangenheit loslassen erlauben Sie Ihrem wahren Ich, Ihrem wahren Selbst seinen Weg zu finden. Dieser Mann spricht von neuen Bekannten, von neuen Freunden, die jetzt in Ihr Leben treten.

Und er lächelt und sagt: "Mein Kind du musst mehr Toleranz mit dir selber haben, denke nicht, dass du versagt hast, das stimmt nicht. Sei toleranter mit dir!"

Und wenn Sie mehr Toleranz mit sich selbst ausüben, dann werden Sie auch den Weg klarer sehen, den Sie planen für Ihr Leben."

Anschließend meldete sich mein im Jahre 1971 verstorbener Großvater väterlicherseits.

Isabel Mühleisen: "Dieser Mann, es muß Ihr Opa sein, spricht davon, dass Sie von Ihrem Vater oft unterdrückt worden sind. Und er sagt, dass er Sie heutzutage nur noch unterdrücken kann, wenn Sie es zulassen, und Sie lassen es nicht mehr zu. Ihr Opa sagt, sein Sohn, Ihr Vater, ist sehr frustriert mit seinem Leben, weil er seine Power, die Kontrolle, verloren hat."

Ich konnte dies bestätigen, denn die Kräfte meines sonst sehr vitalen Vaters, der das 81. Lebensjahr zu diesem Zeitpunkt überschritten hatte, ließen deutlich nach.

Isabel Mühleisen: "Sie sind in diese Familie gekommen, um eine gütigere Linie in die maskuline Linie hineinzubringen, und das war bisher schon sehr schwierig für Sie gegen die Stärke zu arbeiten, die da war und Ihr Großvater bittet Sie, Ihre Sensitivität weiter einzusetzen, denn das ist die Lebensaufgabe, die Sie in diesem Leben gewählt haben, nämlich die Sensitivität zuzulassen. Sie haben eine sehr kreative Energie und das hat man in Ihrer Kindheit nicht erkannt, es wurde unterdrückt.

Ihr Vater war, so können Sie vergleichen, wie ein "Spiritueller Krieger" zu Ihnen und Sie mussten sie einfach zulassen, verstehen Sie und Ihr Vater hat Sie dazu gebracht, in dem er Sie - die Sensitivität - unterpresst hat und Sie haben sich aufgelehnt dagegen.

Er sagt: "Schau dir mal dein Leben an und schau dir die Situationen an, wo du versucht hast die Sensitivität zuzulassen und wo sie blockiert wurde, wo du nicht konntest, nicht durftest, nicht wolltest".

Das sind die Lektionen gewesen, die Sie lernen mussten."

Auch diese Durchsagen konnte ich bestätigen, denn ich war als Kind sehr ängstlich und feinfühlig, was von meinen Eltern, besonders von meinem Vater einfach nicht verstanden und akzeptiert wurde. Bereits an diesem Punkt erhielten die Durchsagen sinnvermittelnde Lebensbotschaften aus der geistigen Welt.

Im weiteren Verlauf bekam die Sitzung einen für mich dramatischen Charakter.

Isabel Mühleisen: "Sie waren verheiratet und sind geschieden?"

Ich konnte diese Aussage zwar nicht bestätigen, ahnte aber schon, um was es jetzt ging.

Isabel Mühleisen: "Wir sprechen über einen unerfüllten Wunsch, etwas was nicht erfüllt wurde, Haben Sie in einer langen Partnerschaft gelebt?"

Die Zusammenhänge wurden mir nun klarer, und nun kam, was ich mir zusätzlich insgeheim von dieser Sitzung versprochen hatte:

Eine Frau meldete sich, die zehn Jahre vorher im Alter von 35 Jahren an Alkolmißbrauch gestorben war. Sie war eine Jugendliebe, die ich über lange Jahre aus den Augen verloren, aber eigentlich nie vergessen hatte. Ich ahnte noch nicht, dass sie ab nun und nicht nur in den darauffolgenden medialen Sitzungen eine sehr wichtige Rolle für mich spielen würde. Ihr Name wurde in dieser Sitzung nicht genannt aber ich wußte eindeutig, wer es war, sie heißt - hieß - ANGELIKA.

Isabel Mühleisen: "Da ist sie, sie ist der unerfüllte Traum, aber im Moment ist ihr Opa noch dran".

Er sagt: "Lebe nicht in Träumen, sondern erfülle sie dir. Nimm dein Leben in die Hände und erfülle dir deinen Traum, du musst ihn dir erfüllen". Es ist möglich für Sie und er wird Ihnen dabei helfen.

Schließlich kam Angelika zu "Wort". Sie bestätigte, dass sie durch den Alkolmissbrauch ihren frühen Tod verursacht hatte, aber auch, dass es ihr nun gut gehe.

Isabel Mühleisen: "Sie kommt ganz ruhig herein, war sie depressiv, bevor sie in die geistige Welt gegangen ist? Sie spricht über Ihre Depressionen und dass sie dadurch Ihren Tod erschaffen hat, durch den Missbrauch Ihres Körpers. Sie muss wohl durch den Alkoholmissbrauch krank geworden sein, denn sie spricht von schlechten Organen in Ihrem Körper. Ihr geht es jetzt gut und um ihr Leben zu verstehen, muss man wissen, dass der Alkohol ihr zu anfang den Mut gab, zu sprechen, sich zu öffnen, und so hat sie angefangen diese Straße zu betreten. Eure Freundschaft und Liebe hat ihr sehr viel bedeutet und sie hat diese Gefühle mit in die andere Welt genommen.

Sie zeigt wie sie einem Teich sitzt mit Lotusblüten darauf. Sie lernt in der geistigen Welt die Klarheit des Verstandes wieder zu bekommen und sie hat sie auch wieder bekommen. Sie kann Ihnen jetzt helfen, dass Sie Ihren Weg erfüllen können.

Sie nimmt sie mit an den Rand eines Waldes und zeigt dort einen Weg und wenn man durch den Wald geht und die Sonne scheint, sieht man wie die Sonnenstrahlen durch das Blätterdach fallen.

Es muß ein Bild oder etwas geben, das ist lebhaft in ihrer Erinnerung, wo die Sonnenstrahlen durch das Blätterdach fallen. Das ist ein Bild in ihrer Erinnerung, an das Sie sich auch erinnern sollten, versuchen Sie mal nachzudenken !"

Im Nachhinein fiel mir die Situation und das Bild - Photo -, das ich gemacht hatte, ein, worüber außer mir in der Sitzung niemand wissen konnte. Diesem Bild maß sie auch eine symbolische Bedeutung zu .

Isabel Mühleisen: "Wenn du auch manchmal meinst, dass du einen dunklen Weg entlang gehst, dieses Licht wird immer für dich da sein in der geistigen Welt und ich bin die Verursacherin, ich schicke dir dieses Licht."

Im weiteren Verlauf vermittelte Angelika mir die Botschaften, die mir nun halfen, unsere unerfüllte Beziehung und auch mein Leben endlich besser zu verstehen.

Isabel Mühleisen: "Sie arbeitet mit Frauen zusammen in der geistigen Welt, um ihre Sensitivität und ihre feminine Seite noch mehr heraus zu bringen. Ihre Freundin in der geistigen Welt sagt, genau so wie bei dir ist das auch bei mir unterdrückt worden und jetzt, da sie sich das zum großen Teil selbst erarbeitet hat, kann sie Ihnen helfen.

"Bitte achte darauf, du wirst es spüren! Dir werden die Schwingungen der Natur und die Schwingungen der Farben bewusster werden." Sie wird Ihnen dabei helfen, dies alles bewusster zu sehen und zu fühlen. Sie will wohl damit sagen, wie es früher war, d.h. dass Sie schon einmal, in einem früheren Leben zusammen gewesen sein müssen."

Ich bat sie nun mir mehr darüber zu übermitteln.

Isabel Mühleisen: "Sie zeigt ihr ein Indianerdorf in Nordamerika; das war eines der Leben, die ihr zusammen hattet."

Ich gab zu verstehen, dass es mich sehr stark nach Nordamerika, bzw. nach Kanada ziehen würde und fragte, wann denn dieses Leben gewesen sein könnte. Eine zeitlich definierte Antwort bekam ich nicht, wohl aber, dass es zwei Leben vorher gewesen sein sollte.

Isabel Mühleisen: "Das Dorf, was hier gezeigt wird, sieht ganz natürlich aus, ohne irgendeinen westlichen Einfluss zu haben, d.h. bevor der weiße Mann je dorthin gekommen ist und sie sagt: "Dort haben wir die Schönheit der Erde kennen gelernt." Deswegen spricht sie davon, die Farben wieder bewusster werden zu lassen und sie spricht von der Macht des GROßEN GEISTES - MANITOU -, die wir im nächsten Leben wieder verloren haben und wir mussten zurückkommen, um sie uns in diesem Leben wieder zu erarbeiten. "Ich habe meine Aufgabe nicht erfüllt, nicht vervollständigt" , sagt sie zu Ihnen. "Aber du kannst es mit meiner Hilfe. Fange mit dem Samen an, der jetzt in dir ist und dieser Samen muß wachsen, damit er eine wunderschöne Blume wird, symbolisch gesehen".

Und obwohl Sie das Gefühl haben, Sie stehen im Moment an einer Kreuzung Ihres Lebens, müssen Sie jetzt den Weg nach vorne gehen, da steht sie schon und hilft Ihnen.

Was sie zeigt, ist dieses Leben in dem Indianerdorf, völlig unberührt von der Zivilisation, wo Sie engverbunden waren mit der Natur und zeigt dann ein Leben in Italien, wo Sie ein sehr materielles Leben geführt und alles wieder vergessen haben. Und sie sagt in diesem Leben müssen Sie die Balance finden zwischen materiellem und spirituellem Leben.

Sie dreht sich um zu dem Mann mit dem Stock, der aussieht wie ein Schäfer. "Wir arbeiten alle zusammen," sagt sie und er nickt. Dieser Schäfer muß wohl ihr geistiger Führer sein, der zu anfang hereinkam. Er hilft Ihnen auch, damit Sie den Weg nach vorne finden.

Sie arbeitet auf einer kreativen Ebene und hofft, dass Sie Ihr dabei helfen, auch von hier.

"Aber du musst dein Leben öffnen, du musst beides in dir zulassen, das Feminine und das Maskuline," und sie spricht von den sensitiven Menschen, die um Sie herum sein müssen und sensitiv-feminenen Charakter haben sollten."

Danach meldete sich meine Schwester Annegret, die im Jahre 1975 im Alter von 24 Jahren durch Ertrinken ums Leben kam und ihre Lebensbotschaften an mich ähnelten denen von Angelika. Sie übermittelte mir, dass im Frühjahr Heilung auf mich zukommen würde.

Ich hatte schon seit längerer Zeit darangedacht, wegen der Depressionen eine psychiatrische Klinik aufzusuchen.

In den darauf folgenden Wochen verschlechterte sich mein psychischer Zustand mehr und mehr. Mein ohnehin zweifelhafter Geschäftspartner verhielt sich immer dubioser, obwohl ich ihm bis Ende März mehr als 40000,- DM geliehen hatte. Ich spürte immer deutlicher, dass da etwas mehr als faul war.

Schließlich begab ich mich gegen Ende März 1998 in die psychiatrische Universitätsklinik in Bonn und übergab die Angelegenheit einem Rechtsanwalt, der meinen Geschäftspartner aufsuchte und u.a. drei kurz vorher abgeschlossene Leasingverträge für Kopierer, die auf meinem Namen liefen, auf ihn umschrieben ließ.

Während der ersten vier Wochen des Klinikaufenthaltes ging es mir gar nicht gut und mein nebulöser Geschäftspartner übte weiterhin Druck auf mich aus.



Meine nächste mediale Sitzung beim S.H.S. fand am 8. Mai 1998 statt. Ich war mir nicht sicher, ob ich diesen Termin überhaupt einhalten konnte, da meine Ausgangszeiten in der Klinik während der ersten 4 Wochen auf maximal 2 Stunden am Tag begrenzt waren.

Anfang Mai ging es mir schon deutlich besser, und etwa ab dieser Zeit spürte ich häufig die Nähe meiner Jugendfreundin Angelika, bei meinen Spaziergängen.

Ich fühlte ihre Ausstrahlung. ohne eigentlich beschreiben zu können, wie ich sie nun wahrnahm. Mein körperlicher und psychischer Zustand hatte sich schon spürbar gebessert, und ich konnte gar nicht mehr so recht verstehen, wie ich überhaupt in eine derart fatale Situation geraten konnte.

Ich hatte nicht auf meine innere Stimme, die mich schon lange vor davor gewarnt hatte, mich auf dieses geschäftliche Abenteuer einzulassen und musste nun die Folgen tragen.

Glücklicherweise konnte ich den Termin am 8. Mai wahrnehmen zumal mir der Arzt einen halben freien Tag gewährte. Überhaupt fühlte ich mich an jenem Tag sehr gut, das Wetter war herrlich, und auch die geistige Welt schien mich spürbar zu unterstützen.

Gleich zu Beginn der medialen Sitzung mit Elsie Poynton meldete sich mein Großvater väterlicherseits und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass ich nun endlich den Mut aufgebracht hatte, meine Heilung durchzuziehen.

Hierzu die Übersetzung von Isabel Mühleisen: "Er sagt, das ist sehr wichtig für Ihre Zukunft. "Du wirst sehen, dass für dich daraus große Vorteile resultieren werden." Es war sehr schwierig, aber es hat Ihnen trotzdem sehr gut getan. Viele Dinge werden Ihnen jetzt viel klarer und jetzt können Sie endlich wieder neue Türen in Ihrem Leben aufstoßen.

"Das ist so wichtig für dich, bleib immer schön ruhig. Es ist wichtig, dass du dich jetzt mal auf deine Zukunft konzentrierst und dir Pläne machst." Er zeigt, dass sehr viel in Ihrem Leben zu einem Ende gekommen ist. Waren Sie geschieden ? Was musste zu Ende gebracht werden?"

Ich deutete kurz an, dass ich in eine schwierige Lebenssituation geraten war, und über die Botschaft meines Großvaters kommt nun deutlich zum Ausdruck, dass mein Leben nun an einem entscheidenden Wendepunkt angelangt war.

Isabel Mühleisen: "Alles mußte zu einem Punkt und dann zu Ende gebracht werden."

Ich trug mich bereits mit dem Gedanken, nach der Entlassung aus der Klinik die Frührente zu beantragen, und es sah ganz so aus, als ob nun die geistige Welt mir den Weg, wie auch immer auch, dahin ebnen wollte. Mein Großvater wußte auch, dass ich noch gute vier Wochen in der Klinik verbringen würde.

Es dauert nicht lange und Angelika meldete sich wieder.

Isabel Mühleisen: "Haben Sie eine Freundin in der geistigen Welt? Da ist eine Frau in der geistigen Welt, die kommt wieder. Viele Grüße und viel Liebe von ihr. Sie sagt. dass Sie sehr viel bei Ihnen ist, um Ihnen den Mut und die Hoffnung zu geben, dass Sie nun vorwärts gehen können.

"Ja, du spürst mich! Du weißt intuitiv, dass ich bei dir bin! Auf lange Sicht wirst du sehen, dass deine Intuition größer wird." Dabei hilft Sie Ihnen. Machen Sie etwas mit Malen?"

Ich bestätigte, dass ich in der Klinik mit Seiden- und Aquarellmalerei begonnen habe und auch spüre, wie sehr ich im Leben meine kreative Ader vernachlässigt hatte.

Weiter Isabel Mühleisen: "Und sie sagt: "Konzentriere dich auf die Farben, konzentriere dich auf die feminine Seite deiner Persönlichkeit, das sind die Farben, das wird dir helfen." Sie zeigt uns einen Brunnen und sagt: "Du musstest wirklich graben, um das wieder zuzulassen Aber wenn der Fluss einmal wieder da ist, dann wird er auch wieder fließen." Das ist eine der Aufgaben, bei der sie Ihnen helfen kann.

In Ihrem Erdenleben, so sagt Angelika, konnte sie ihre kreative Seite nicht ausleben, aber sie macht es jetzt auch in der geistigen Welt und die Wahl, die du getroffen hast, ist gut.

"Wenn du deine Kreativität richtig zulässt, wirst du merken, dass du keine Ängste mehr zu haben brauchst."

Isabel Mühleisen: "Haben Sie schon einmal etwas mit Schreiben versucht? Sie zeigt uns einen Federkiel. Das könnte noch kommen. Lass deine Gedanken fließen!"

Es meldeten sich noch meine Großmutter und auch wieder meine Schwester und überbrachten mir die Botschaft, dass sie mir Heilung zukommen ließen, vor allem für den mittleren Teil meines Rückens, der mir immer wieder Probleme bereitete. Ich erfuhr nun, dass meine Verwandten und meine Jugendfreundin alle Hände voll zu tun hatten, um mir zu helfen.

Unmittelbar nach dieser Sitzung fühlte ich mich körperlich und seelisch wie verwandelt und bereits einen Tag später spürte ich einen ungewöhnlich mächtigen Anstieg meiner physischen Kräfte, den ich mir unter den derzeit herrschenden Umständen nicht erklären konnte.

Die Medikamente bewirkten bislang eher Mattigkeit und Gefühle von Benommenheit mit Schwindel. Hinzu kam noch, dass es in relativ kurzer Zeit hochsommerlich warm geworden war.

Alles in allem also Umstände, die verbunden mit einem stationären Klinikaufenthalten wohl wenig geeignet waren, Fitness und Elan statt lähmende Mattigkeit bei mir zu erzeugen.

Ich spürte die hohe Temperatur kaum, sondern empfand eher eine angenehme Frische in mir wie seit vielen Jahren nicht mehr. Zeitweise fühlte ich mich wie in einem anderen Körper lebend.

So nutzte ich das Wetter für ausgedehnte Fuß und Radwanderungen während er letzten vier Wochen meines Klinikaufenthaltes. Immerhin hatte ich zu der Zeit bereits die Fünfzig überschritten und während der letzten Jahre nicht regelmäßig Sport getrieben. Längst bekannt ist, dass ausdauernde Bewegung und Sport gegen Depressionen wirken, wenn man es erst einmal geschafft hat, sich aufzuraffen.

Nach drei Tagen ließ dieser Zustand deutlich nach, kehrte aber nach weiteren drei bis vier Tagen wieder. so dass ich mich immer wieder nach einer Phase der Regeneration und Ruhe auf einen neuen Kräfteschub einstellen konnte.

Der kräftige Energiestrom hielt über Monate an und verlief weiterhin in rhytmischen Schüben. Etwa zehn Wochen nach der Entlassung am 12. Juni 1998 setzte ich die Einnahme der Antidepressiva völlig ab, ohne eine spürbare Veränderung meines psychischen Zustandes zu bemerken.

Am 20. Juli 1998 beantragte ich die Frührente und bekam bereits gegen Ende September positiven Bescheid. Kurz darauf beantragte ich auch die Zusatzrente und gegen Ende des Jahres war alles reibungslos und ohne jegliche Probleme und Widerstände abgewickelt. Mein Anwalt hatte gegen meinen dubiosen Geschäftspartner mittlerweise Zivilklage und ein vollstreckbares Urteil erwirkt, wenn auch bis dato ohne Erfolg, denn der hatte bereits im August 1998 pleite gemacht und war nunmehr völlig zahlungsunfähig.

Immer wieder kamen mir die Durchsagen meines Großvaters in den Sinn, in denen er die bevorstehenden gravierenden Veränderungen in meinem Leben andeutete. Die Umstände der letzten sechs Monate hatten mich aus meiner unglücklichen beruflichen Situation befreit und mir eine gute Existenzsicherheit beschert, wenn auch unter erheblichen Kolateralschäden. Es gab für mich keine Zweifel, dass die andere Welt hier ihre Hand im Spiel hatte.

Es liegt nahe, dass ein vorwiegend nach den herrschenden gesellschaftlichen und weltanschaulichen Maßstäben orientierter Mensch sich fragen könnte: ,,Wie kann das im Sinne der arbeitenden Bevölkerung und der Gesellschaft rechtens sein?"

Man kann und sollte davon ausgehen, dass die Gesetze des Lebens und des Schicksals einer umfassenderen Ordnung folgen, als durch die jeweiligen Gebote und Verbote der herrschenden Gesellschaftsordnung vorgegeben ist. Mir war klar, dass nun ein wichtiger Lebensabschnitt für mich abgeschlossen war und nun ein´neuer, mit völlig anderen Inhalten und Zielsetzungen, folgen würde.

Am 12.Dezember 1998 hatte ich die dritte Sitzung bei Elsie Poynton, und bald meldete sich Angelika wieder.

Isabel Mühleisen: "Grüße von Ihr an Sie und sie sagt, dass sie weiß, wie schwer dieses Jahr gewesen ist , aber es wird besser. Sie sagt, sie hat Ihnen verdammt viel Energie geschickt und sie wird weiter daran arbeiten, denn sie möchte, dass Sie in die Zukunft gehen."

Ich konnte das spontan bestätigen und berichtete kurz von meinen Erlebnissen nach dem 8. Mai.

Meine Schwester meldete sich wieder und übermittelte mir ihre Weihnachtsgrüße, mit der Bitte an mich, weiterhin positiv zu denken, obwohl ich es schwer hatte.

Isabel Mühleisen: "Sie sagt: "Versuche weiterhin positiv zu denken, obwohl es zeitweise schwer war; aber du wirst sehen, dass im nächsten Jahr die Dinge noch besser werden."

Sie ließ mich wissen ,dass sie nun viel bei meinen Eltern sei und versucht, ihnen Energie zu geben und dass sie unsere Familie nie verlassen hat..

Last not least übermittelte mir Angelika, dass wir uns in der geistigen Welt und auch wieder auf der Erde sehen würden, da wir von einer Gruppenseele sind. Auch sagte sie, dass uns in der geistigen Welt viele Dinge klarer sein und Visionen sich erhellen werden. Sie ließ mich auch wissen, dass wir viele gemeinsame Leben beiderlei Geschlechts miteinander hatten, in diesem Leben aber keine Partnerschaft haben sollten.

Sie sprach von einem engverbundenen Leben in Ägypten und einem Leben in Irland, wo ich Seefahrer war.

Isabel Mühleisen: "In vielen Leben haben unsere Seelen sich berührt." sagt sie. Ihr hattet beiderlei Geschlechter. Sie waren nicht immer nur ein Mann, das muß ich Ihnen gleich sagen.

"Und in diesem Leben hast du dich Gott sei Dank an deine Sensitivität, jetzt, erinnert."

All die bis dahin von mir gemachten Erfahrungen und persönlich erlebtes mit der anderen Welt gaben und geben mir eine Gewissheit, die darüber hinausgeht zu wissen, dass es sie gibt und dass meine Angehörigen noch existieren.

Immer wieder spüre ich von Zeit zu Zeit die Nähe von Angelika und auch eine sich allmählich anbahnende Veränderung meine Persönlichkeit. Meine wieder erwachende Sensitivität lässt mich auf eine neue Art mit meiner Umwelt umgehen und schützt mich vor meiner bisherigen destuktiven Empfindsamkeit und Verletzlichkeit.

All das ,was ich den zehn Monaten nach meiner ersten medialen Sitzung erlebte, ließ mich in zuversichtlicherweise erfahren, dass die geistige Welt auch bereit und in der Lage ist, spürbar und nachvollziehbar in unsere irdischen Geschicke einzugreifen, wenn es erforderlich ist.

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Bis Dezember 1999 fanden noch drei weitere mediale Sitzungen statt. Ich besuchte Seminare des SHS, um Hellsichtigkeit und eigene mediale Fähigkeiten zu entdecken.

Im November 1999 rang ich mich dann durch, eine alte in Berlin lebende Bekannte anzurufen, um Ihr von meinen Erlebnissen in den Sitzungen zu berichten.

Sie ist die jüngere Schwester meiner verstorbenen Jugendliebe, die in den Sitzungen die Hauptrolle spielte.

Sie zeigte sich beeindruckt und gerührt, zumal sie im gleichen Jahr Ihren Ehemann und eine andere Schwester durch den Tod verloren hatte.

Mein progressiver Mond hatte mittlerweile die Konjunktion zu meinem Aszendenten erreicht.

Winfried Böcker, 9.1.1947 17.03 Münster / Westf.

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