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Radix

Merkur im Quadrat zum Neptun

Eine Schmunzelgeschichte



Seitdem ich mich ernsthaft mit der psychologischen Astrologie beschäftige, besitze ich, wie es sich für einen Astrologen gehört, auch einen PC samt Drucker, um mir die fehlerträchtige und mühselige Zeichnerei und Rechnerei mit Radixhoroskopen zu ersparen.

Unter anderem schaffte ich mir auch Software mit Analysetexten an, dessen Textmodule ich beliebig nach meinem Wissen und nach meiner Erfahrung ergänzen und erweitern kann.

Mit meinem Merkur/Neptun-Quadrat habe ich nun einmal das leidige Schicksal, manche Rechtschreibe- und Interpunktionsfehler solange zu übersehen, bis mich entweder ein anderer darauf aufmerksam macht, oder mir der Fehler erst später auffällt.

Um dem zu entgehen, ließ ich mir meine selbst- und umgeschriebenen Textmodule regelmäßig von einem Freund korrigieren, bevor ich meine umgeschriebenen Computeranalysen an Fremde weitergab.

Vor etwa sechs Jahren hatte ich in monatelanger Kleinarbeit eines meiner recht umfangreichen Textbausteine umgeschrieben.

Ich gab diese einem Freund, von dem ich wußte, dass ihm nichts entging, denn schließlich steht sein Radixsaturn im dritten Haus und wo sonst sollte mein Geschreibsel samt Fehlern in besseren Händen sein, als bei jemandem mit einer Merkur/Saturn-Konstellation?

Nach einigen Tagen erhielt ich meine Texte korrigiert zurück und ich erschrak wie schon so oft über all die Häkchen, Streichungen und Verbesserungen, die er angebracht hatte. Damals benutzte ich noch einen Nadeldrucker, der bei abgenutztem Farbband gelegentlich leichte Streifen zog, oder das eine oder andere Wort etwas blasser zum Vorschein brachte.

Ich überflog den korrigierten Textausdruck, um mir zunächst einen Überblick über die bevorstehende Arbeit zu machen.

Hier und da war der Ausdruck etwas blasser geraten und besagte Streifen durchzogen hier und da die Sätze, doch was war denn das?!

Bei einem der Textblöcke war einzig und allein die handgeschriebene Korrekturbemerkung "Nebel im Text" zu lesen, ansonsten war kein einziges Wort, außer verwaschene Streifen nur annähernd zu erkennen.

Farbband, Drucker oder beide mußten an dieser einzigen Stelle völlig verrückt gespielt haben.

Reiner Zufall? Man mag davon halten was man will.

Nur die Überschrift, bzw. die Angabe der Konstellation, um die es hier ging, war deutlich lesbar: Merkur im Quadrat zum Neptun!!

Ein Wink des Schicksals oder lediglich ein merkwürdiger Streich der Technik? Wie dem auch sei, das es nun mal keine reinen Zufälle gibt, nehme ich das Erstere an. Ich mußte diesen einen Textblock schon selber korrigieren, war mir also selbst überlassen.

Ich denke mal, daß diese merkwürdige, wenn auch harmlose Panne ein Hinweis für mich sein sollte, mich mit dem Thema, das die Konstellation Merkur/Neptun beinhaltet, ganz alleine auseinanderzusetzen.

Vielleicht weiß es jemand besser? Auf jeden Fall, das wars.



Winfried Böcker, 9.1.1947 17,03 MünstertWestf
Astrologe mit erfolgreichem Ausbildungsabscbluß bei Hermann Meyer/München - Institut für psychologische Astrologie.

Weitere Texte von Winfried Böcker:
Transit-Jupiter am MC, im Sextil zur Sonne und im Trigon zum Radix-Jupiter
Transit-Saturn über Sonne und Deszendenten
Transit-Neptun in Kon. zu Sonne und Mars, Radix-Neptun im 4.Haus
Progressiver Mond im 12. Haus