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Transit-Saturn über Sonne und Deszendenten



Wohl jeder beratende Astrologe dürfte mehr oder weniger seine Augenbrauen hochziehen, wenn er es mit einem(er) Kienten(in) zu tun hat, dem (der) eine Konjunktion des laufenden Saturn über die Radix-Sonfle in absehbarer Zeit bevorsteht.

Von Mitte Januar bis Anfang Februar 1990 lief der transitierende Saturn zum zweitennial im Leben, im ersten Anlauf, direkt über meine Radix-Sonne im sechsten Haus, außerdem wurde die im März direkte Auslösung meiner Steinbocksonne im 7-er Rhythmus allmählich aktiv. Schließlich stand mir im Sommer des gleichen Jahres auch noch eine indirekte Saturnauslösung ebenfalls im 7-er-Rhythmus bevor, die mit dem zweiten und wesentlich länger anhaltenden Saturn-Transit über meine Sonne zusammenfiel, und last but not least befand ich mich auch noch in der siebenjährigen Saturnphase zwischen dem 42. und 49. Lebensjahr.

Eine Auslösung direkt oder indirekt im 7-er Rhythmus dauert ca. 6 Monate, was wohl oder übel für mich bedeutete, dass ich die meiste Zeit des Jahres 1990 prinzipiell mit Saturn zu tun hatte, mehr als je vorher und auch später im Leben.

Mir war nicht ganz wohl dabei, denn immerhin war hauptsächlich mein sechstes Haus betroffen und ich fragte mich ob meine Gesundheit überhaupt stabil genug ist, um diesem Ansturm standzuhalten, doch andererseits hatte ich auch bereits eine angemessene Perspektive.

Gegen Ende des Jahres 1989 hielt ich erst einmal Ausschau nach einer fundierten Astrologieausbildung und stieß in der Monatszeitschrift "Astrologie Heute" auf eine Anzeige des Institutes für Psychologische Astrologie in München, das in mehreren Großstädten der BRD und in der Schweiz zweijährige Ausbildungen in Form von Wochenendseminaren einmal im Monat anbietet.

Kurzentschlossen meldete ich mich verbindlich zu der zweijährigen Ausbildung an, die im Januar 1990 in Köln startete, und wohl selten hatte ich eine längerfristige Entscheidung so eindeutig und zweifelsfrei getroffen, denn ich war mir sicher: Das ist es!

Am 26.Januar 1990 fand der erste Seminarabend in Köln statt.

Ich war etwas unruhig an jenem Freitag, denn der laufende Saturn stand nun exakt auf meiner Sonne auf 18°34' im Steinbock

Ich achtete verstärkt auf Körpensymptome, jedoch alles war normal, keine Schwindelgefühle, kein Herzdruck. kein abnormer Pulsschlag, also mußte ich doch wohl für mich ganz richtig liegen.

Hierbei muß allerdings gesagt werden, dass das sechste Haus für sich genommen nicht für irgendeine Form von Ausbildung steht.

Allerdings befindet sich die Spitze meines sechsten Hauses im Zeichen Schütze und der sekundärprogressive Mond befand sich derzeit im neunten Haus im Zeichen Fische, was schon eher für Bildung und Ausbildung steht.

Eigentlich ging es mir ja auch um eine neue Arbeit im weitesten Sinne, eine Arbeit mit der ich mich mehr identifizieren konnte als mit meiner derzeitigen beruflichen Tätigkeit als Landvermesser im Staatsdienst, denn ich plante, mir im Laufe der Ausbildung einen PC und astrologische Berechnungs- und Analysesoftware anzuschaffen.

Im Frühjahr betrat der laufende Saturn mein siebtes Haus, ich befand mich nicht gerade in einer festen Ehe oder Beziehung für die es jetzt einer Klärung bedurfte, abgesehen vom endgültigen Abbruch einer Bekanntschaft, von der ich mir nichts mehr versprach.

Wichtig war es jetzt für mich, verstärkt Kontakte zu knüpfen und möglichst viele Ansprechpartner gerade in Sachen Astrologie kennenzulernen, zudem mußte ich mein bisheriges Wissen ganz gehörig revidieren als der laufende Uranus meinen Merkur im Steinbock erreichte.

Schließlich im Juli 1990 schaffte ich mir dann meinen ersten PC an und Software. Zunächst stand ich einmal wie ein Ochs am Berge vor der ganzen Angelegenheit, probierte herum und las in Handbüchern, denn immerhin hatte ich seit zwanzig Jahren keinen Computer mehr aus der Nähe gesehen.

Als der laufende Saturn rückläufig auf meine Sonne zulief, bekam ich ausgerechnet beim Auspacken eines nagelneuen Nadeldruckers heftige Kreuzschmerzen, die mir einige Tage zu schaffen machten.

Ich meldete mich kurzerhand für einige Wochen krank und nutzte die Zeit, um mich nun mit Drucker, Software und dem Betriebssystem vertraut zu machen.

Neun ganze Wochen stand der stationär gewordene Saturn nun auf meiner Sonne und außer ein paar Tage Kreuzschmerzen hatte ich jedenfalls keinen Herzinfarkt oder sonstigen gesundheitlichen Zusammenbruch zu beklagen und das innerhalb der gleichzeitigen Saturnauslösung im 7-er- Rhythmus!

Um ganz sicher zu gehen belegte ich noch einen 10-wöchigen PC- Einsteigerkurs und saß fast jeden Tag am Computer, auch um meine Seminarinhalte zu verarbeiten..

Mein Saturntransit ging im Oktober zu ende und der Umgang mit Computer, Nadeldrucker und Software war nun kein Thema mehr.

Das wars also, keine Katastrophen, keine Zusammenbrüche und schwere Schicksalsschläge, jedenfalls nicht vor 1998 als der laufende Saturn letztmalig im Quadrat zur Sonne stand.

Winfried Böcker 09.01.1947 17.03 Münster/Westf. im Mai 2002

Weitere Texte von Winfried Böcker:
Transit-Jupiter am MC, im Sextil zur Sonne und im Trigon zum Radix-Jupiter
Transit-Neptun in Kon. zu Sonne und Mars, Radix-Neptun im 4.Haus
Merkur Quadrat Neptun
Progressiver Mond im 12. Haus