Projekt
Astrologie lebensnah
Inhalt
Neue Beiträge
Mitmachen
Danke!
Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust. Zwei, die sich gleichzeitig
in Szene setzen wollen, gegensätzlich, unvereinbar und für mich nur
nacheinander lebbar.
Vergleichbar einer Waage, die ins Gleichgewicht kommen möchte, trage
ich diese ständige Sehnsucht nach Ausgeglichenheit in mir und muß
doch jeden Pol in seiner Einseitigkeit kennenlernen, um mich danach
mit dem Gegenpol auszugleichen.
Sei es Aktivität, die mich sehr rasch zum Ausgleich in die
Passivität zwingt oder mein Bedürfnis, aus mir herauszugehen, um in
nächsten Moment sofort wieder Rückzug zu verlangen. Manchmal sogar
stark körperlich spürbar, scheint es, als würde das rechte Bein
einen Schritt nach vorne wagen, während das linke bereits zum
Schritt nach hinten ausholt. Löscht das Wasser das Feuer oder
erhitzt das Feuer das Wasser? Es ist nicht berechenbar und es trifft
doch beides zu.
Meine Entscheidungen treffe ich gerne aus dem Bauch heraus, lasse
meinen Gefühlen Freiraum, weil ich irgendwie fast automatisch hinter
die menschlichen Masken blicken und in die tieferliegenden Schichten
der Seele eindringen kann. Damit wird es mir leichter möglich, mich
unbeeindruckt von der oberflächlichen Darstellung an Menschen
anzunähern.
Spontan und eher ungeduldig erledige ich meine „Alltäglichkeiten"
und wäre da nicht meine extrem sensible Seele die sich von äußeren
Einflüsse und Schwingungen sehr leicht überfordert fühlt und mich
zum Schutz vor Fremdenergien zum Rückzug zwingt, steckte in mir doch
ein kleiner Abenteurer. Ich bringe viel Mitgefühl für alles Lebende
mit und spüre mich als Teil eines großen Ganzen.
Angesichts der intensiven Gefühlswelt sind mir Depressionen nicht
fremd. Liege ich verzweifelt und hoffnungslos am Boden, so erwacht
meine andere Seite und langsam schleicht sich wieder Kraft und
Zuversicht ein. Eine wunderbare Gabe der Natur, die mir Kraft gibt,
wieder nach vorne zu sehen und sich den Herausforderungen neu zu
stellen. Ich fühle mich dem Leben wieder bestens gewachsen
Ich geniesse diese Höhenflüge in dem Bewusstsein, dass ich auch
wieder hinüberwechsle auf die andere Seite und das Spiel von vorne
beginnt. Manchmal wünschte ich, diese Schaukel zu stoppen und im
Gleichgewicht zu verharren, was wohl jede Weiterentwicklung
verhindern und dem Prinzip des Lebens widerspräche.
Elfriede Populorum, 17.12.1958, 5.30 Uhr in Gföhl, Österreich