Website Anita Cortesi

Projekt
Astrologie lebensnah

Inhalt

Neue Beiträge

Mitmachen

Danke!


Transite

Pluto-Transit durch das 4. Haus und über Saturn im Schützen



Als der Pluto 1990 in mein 4. Haus im Skorpion eintrat, den aufsteigenden Mondknoten transitierte, nahm ich mir die Freiheit, einen Arbeitsplatz zu suchen, der meinen Wünschen und Bedürfnissen entsprach. Bis dahin hatte ich in einem Team gearbeitet, das zusammen ein Restaurant leitete, wobei ich diejenige war, die das Wirtepatent erworben hatte. Ich war also verantwortlich für den Betrieb. Man muss dazu noch sagen, dass meine Mutter in ihrer Jugend auch in diesem Bereich gearbeitet hatte, und sich sehr über meine Wahl, in ihre Fussstapfen zu treten, freute. (Meine Mutter ist Skorpion!) Mir wurde die Arbeit zu stressig und einseitig, auch gab es Machtkämpfe unter den Mitarbeitern und ich entschloss mich daher, eine andere Arbeit zu suchen. Diese führte mich in die Stadt, dort wo ich immer arbeiten wollte, denn bisher hatte ich auf dem Land gelebt und gearbeitet. Ich wurde Sachbearbeiterin in einer Schule, die sich auf die Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen spezialisiert hatte. (Mars im Zwilling im 10. Haus). Trotz eines relativ kleinen Pensums gefiel mir die Arbeit in dieser Bildungsinstitution sehr gut. Gleichzeitig hatte ich eine Psychotherapie bei einer Frau begonnen, die schliesslich 11 Jahre dauern sollte. Es ging um Fragen des Ablösens oder Loslassens von Ängsten, die ich hatte, nicht mehr das brave Kind zu sein (Mond im Wassermann im 6. Haus). Meine Eltern waren nicht sehr glücklich darüber und mein Bruder, der die Fabrik meines Vaters übernommen hatte, hielt mir später vor, ich hätte seinem Ruf und seinem Geschäft geschadet, weil ich meinen eigenen Weg gegangen sei.

Bei Eintritt des Pluto in das Zeichen Schütze, (eingeschlossen im 4. Haus mit Saturn als Planet darin) entschloss ich mich, eine Ausbildung bei der Huberschule in Adliswil zur diplomierten Astrologin zu beginnen. Mein Vater war nicht sehr begeistert. Ich glaube, er empfand diese ganze Astrologie als Aberglaube. Ich muss dazu noch sagen, dass ich sehr streng katholisch erzogen worden war und meine Wertvorstellungen durch die Kindheit von einer gewissen Lust- und Lebensfeindlichkeit geprägt waren. Ich könnte auch sagen, Lebensangst. (Saturn im Schützen?).

In dieser Zeit starben sehr viele liebe Menschen. Zuerst eine Tante meines Mannes, dann seine Mutter und im gleichen Jahr ein Onkel von mir. Er war ein Priester, aber sehr fortschrittlich. Er fand Astrologie schon früher eine gute Sache und setzte sich auch bei einem Vortrag für eine Astrologin ein. Er war offen, modern, spontan und humorvoll und lebenslustig.

Ich begann dann auch zu trommeln auf einer Djembe, das tue ich heute noch bei mir zu Hause. Bei Transit des Pluto über den Saturn schloss ich das Diplom 2000 zur Astrologin erfolgreich ab. Gleichzeitig kündigte ich meine Stelle als Sachbearbeiterin, da ich auch dort keine Zukunft sah. Ich konnte nicht mehr als 30% arbeiten, was mir zuwenig schien, da meine Kinder inzwischen erwachsen waren. (Sohn 21, Tochter 19). Später habe ich diesen Entschluss bereut, da es sehr schwierig war, eine gute Stelle zu finden. Mein Mann hat alle meine Kämpfe mitgemacht (ich habe eine Sonne/Merkur/Venus Konjunktion im achten Haus im Widder) und hat mich so gut es ging unterstützt. Im Jahr 2001 brach ich die Therapie ab, da mir die Therapeutin zur Trennung geraten hatte. Ich war nicht einverstanden, da ich mit meinem Mann ein schönes Zuhause aufgebaut hatte, und ich ihn und mein Haus nicht verlassen wollte. Ich habe es bis jetzt nicht bereut. Er ist Löwe, Aszendent Löwe mit Mond im Skorpion.

Im Jahr 2003 geschahen viele Dinge gleichzeitig: Ich verlor meine Stelle und mein Vater starb. Auch echt plutonische Erfahrungen, die wirklichen psychischen Stress ausgelöst haben. Seither bin ich arbeitslos und verdiene meine Brötchen von zu Hause aus als Buchhalterin für verschiedene Mandanten.

Im Jahr 2004 zog mein Sohn von zu Hause aus. Dieser Auszug löste sehr ambivalente Gefühle in mir aus. Einesteils war er schon 24 Jahre alt und benahm sich zu Hause wie ein Pascha und andererseits war er mir sehr nahe am Herzen. Er ist Krebs mit Aszendent Krebs und Mond im Stier.

Sobald er ausgezogen war, hatte er schon eine Freundin. Sie hat Sonne im Stier und sieht ähnlich aus wie ich als ich noch jung war.

Der Transitpluto ist immer noch in meinem 4. Haus in Schütze. Vor zwei Jahren informierte uns unsere Tochter, (sie ist Skorpion mit Sonne/Uranus Konjunktion und Aszendent und Mond in Zwillinge), dass sie für 3 Monate nach Afrika reisen werde, um dort in einem Kinderheim zu arbeiten. Ich glaubte es nicht wirklich. Als sie ging, fiel für mich eine Welt zusammen. Ich hatte solche Angst um sie. Sie wurde dann auch krank, bekam Typhus und Malaria und magerte ab. Sie verliebte sich in einen Afrikaner. Als sie nach 3 Monaten nach Hause kam, war ich heilfroh, sie wieder zu haben. Sie arbeitete wieder im gleichen Betrieb wie vorher, führte aber sehr lange Telefongespräche mit ihrem Freund. Sie war sehr nervös und eines Tages erzählte sie uns, dass sie wieder nach Afrika gehen würde, aber nur für zwei Wochen. Mein Mann und ich wurden hellhörig und ich fragte sie, ob sie gedenke, ihren Freund zu heiraten. Was sie bejahte. Ich war schockiert und entschloss mich, auch mitzugehen. Ich glaube, da war mein künftiger Schwiegersohn schockiert, als er das hörte.

Ich bereitete mich also darauf vor, das erste Mal in meinem bald 50jährigen Leben nach Afrika zu reisen, und jetzt war mein Mann schockiert. Er dachte, dass ich nicht mehr gesund nach Hause kommen würde.

Wir reisten also nach Afrika, wo meine Tochter ihren Mann heiratete, und ich viel Neues sah und staunte und schwitzte und viel Bier trank. Ich lernte die ganze afrikanische Familie kennen und habe regen Kontakt, brieflich und per SMS seit ich wieder zu Hause bin. Afrika hat mir sehr gefallen. Der Sternenhimmel dort am Abend ist unübertroffen und die Herzlichkeit der Menschen auch.

Nun sind wir wieder zu Hause und mein Schwiegersohn lebt jetzt auch seit einem Jahr unter unserem Dach. Er lernt Deutsch, hat die Fahrprüfung bestanden und ist jetzt auf dem Weg, noch die Lastwagenführerprüfung zu machen. Diese Schule haben wir drei zusammen gemacht, mein Mann, mein Schwiegersohn und ich.

Vielleicht werden wir alle eines Tages mit einem Wohnmobil oder Lastwagen nach Afrika unterwegs sein und dann werde ich dann das Haus, Haus sein lassen!

Mein Mann ist ein grosser Fussballfan und war sehr stolz, als er hörte, dass sein Schwiegersohn in der Nationalmannschaft seines Landes erfolgreich gespielt hatte. Jetzt spielt er in der Mannschaft in unserem Dorf und macht viele Tore.

Im Moment geht es ein bisschen ruhiger zu und ich kümmere mich viel um meine Mutter, die jetzt auch schon 84 Jahre alt ist. Sie fährt noch Auto und geht gerne auf Reisen. Letztes Jahr waren wir in Salzburg und dieses Jahr möchte sie nach Wien. Wir sind eine grosse Familie. Ich habe 7 Geschwister, 5 Schwestern und 2 Brüder. Leider ist auch hier viel Traumatisches passiert in den letzten Jahrne. Drei meiner Schwestern sind an Brustkrebs erkrankt. Die Jüngere ist zurzeit noch in einer Chemotherapie, die anderen Zwei sind auf dem Weg der Besserung.

Man kann schon sagen, dass dieser Transitpluto im 4. Haus mich und meine Familie viel gelehrt hat!!

Angelina