Projekt
Astrologie lebensnah
Inhalt
Neue Beiträge
Mitmachen
Danke!
(22. Juni 2002, 09:00)
Als Saturn mein 3. Haus transitierte, war dies eine sehr bewegte
Zeit für mich, in der ich das Gefühl hatte, im Bereich des Lernens
und der Kommunikation an meine Grenzen zu stoßen. Es war die Zeit
meiner AHS – Matura und bestimmt keine einfache Zeit. Geplagt von
Selbstzweifeln und Ängsten, dass ich die bevorstehenden mündlichen
Abschlussprüfungen nicht schaffen könne, quälte ich mich zum
angesetzten Termin. Ich hatte bereits die Aufgabenstellungen in der
Hand und vor mir ein Lehrerkollegium sowie der Vorsitzende. Meine
Hände zitterten und meine Gedanken kreisten nur um ein Thema – „Ich
möchte heil wieder hier rauskommen und dann meine Matura bestanden
haben“. Nun ja, als erster war die Latein – Matura dran. Meine
damalige Latein – Lehrerin befragte mich zu verschiedenen erlernten
Themen, die ich zu Hause aus dem FF aufsagen konnte. Ich hatte eine
Art Blackout und auch um mein Vertrauen in das Erlernte stand es
nicht gerade zum Besten. Die genannte Professorin forderte mich
schließlich auf, doch etwas klarer und deutlicher herauszuarbeiten,
worum es im Kern ging. Dies war für mich zu diesem Zeitpunkt ein
wirklich schwieriges Unterfangen, da ich dachte es nicht besser
hinzubekommen. Nun ja, ich machte das Beste daraus und schilderte
noch mal die Einzeldetails, diesmal etwas anders formuliert, in der
Hoffnung, dass dies den Anforderungen entsprechen würde.
Nun, war Mathe an der Reihe. Auch hier versuchte ich den Erwartungen
gerecht zu werden und löste die Aufgaben nach bestem Wissen und
Gewissen. Doch ob es in der Tat reichte, das zermarterte
mir meinen Kopf.
Zuletzt, nahm meine Englisch – Professorin meine Fremdsprachenmatura
ab. Zu meinem Missgeschick bekam ich gerade in jenem Augenblick
Nasenbluten indem, ich die Aufgabenstellung beantworten sollte. Ich
bat darum, kurz hinaus auf die Toilette gehen zu dürfen. Am WC
angelangt, bemerkte ich, dass es kein leichtes Nasenbluten war und
einfach nicht aufhören wollte. Als ich nach 10 Minuten immer noch
nicht im Prüfungssaal war, schaute meine damalige Englisch –
Professorin kurz zu mir hinein. Sie fragte mich, ob alles in Ordnung
sei und legte mir fürsorglich ein kaltes Tuch in den Nacken und
redete mir gut zu, dass ich mir nicht so viele Sorgen machen solle
bzw. dass ich die Matura schon schaffen werde. Nach einigen Minuten
hörte endlich dieses Nasenbluten auf und gemeinsam mit meiner
Professorin betrat ich den Prüfungssaal. Nun beendeten wir die
Englisch – Matura und es war gar nicht so schwer, wie ich vorerst
gedacht habe.
Nun musste sich das Lehrerkollegium beraten – ich verließ also den
Saal und erneut drehte sich schon wieder alles um die Frage: „Habe
ich bestanden?“ Ich hoffte es so sehr, doch ich war mir bei weitem
nicht sicher ob meine Leistung gereicht hatte und dann noch dieses
nervende Nasenbluten. Ich dachte: „Das hätte doch wirklich nicht
sein müssen!“
Letztendlich – eine Erleichterung als ich die Mitteilung bekam, die
vollständige Matura bestanden zu haben, wenn auch nicht mit einer
Bestleistung – aber immerhin bestanden. Das war in diesem Augenblick
für mich das Wichtigste.
Fast acht Jahre später, im Jahre 2009, blicke ich mit einem Lächeln
auf dieses Maturaereignis am 22. Juni 2002, zurück. Mit dem heutigen
Wissen ist mir bewusst, dass dieses Saturn – Transit durch das 3.
Haus mich eigentlich nur auffordern wollte, mehr aus mir
herauszuholen – mich klarer und deutlicher auszudrücken und meine
Sprache und mein Denken zu schulen. Es war bestimmt eine Periode
harter Arbeit, in der auch meine Bewegungsfreiheit und mein
Selbstausdruck eingeschränkt waren (Transit – Saturn Trigon Radix –
Sonne). Auch Selbstzweifel standen hier minütlich an der
Tagesordnung (Transit – Saturn Opposition Radix – Neptun). Dennoch
war es für mich auch eine Zeit, in der ich neue Strukturen schaffen
konnte und meinen lange gehegten Traum (denn ich wollte schon damals
immer Matura haben) endlich verwirklichen. (Transit – Saturn Trigon
Radix – Jupiter).
Martina, 27