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Mond / 4. Haus / Waage ...



... Halbquadrat Pluto Konjunktion Mars/3.Haus/Löwe Sextil Jupiter/2. Haus/Zwilling Halbquadrat Venus/2. Haus/Löwe, Uranus Konj.AC/Krebs

Wie würde ich selbst spontan mein Verhältnis zum eigenen Frau-Sein beschreiben? Ich sehe es nicht als problematisch an, aber ich bin nicht so wie andere Frauen. Ich habe nicht unmittelbar das Bedürfnis, jemanden ganz eng neben mir zu haben. Ich habe immer wieder Beziehungen, die ich mir auf Entfernung halten kann, und das ist ein großer Unterschied zu anderen Frauen. Sie würden dabei wahnsinnig werden oder empfinden es als fehlende Verläßlichkeit bzw. betrachten fehlenden Bindungswillen doch eher als etwas für Männer. Ich werde fast verrückt, wenn mir ein Mann ständig zur Verfügung steht und ich nicht genügend Abstand erreichen kann. Ich finde es aber auch gut, Frau zu sein, denn in dieser Rolle fällt es mir leichter, mich auch fallen zu lassen, wenn ich es will. So nach dem Motto: Es kann auch ganz schön sein, sich geborgen zu fühlen. Auf der einen Seite ist es angenehm, mein Anlehnungsbedürfnis zu verwirklichen, aber dann höre ich auch in mir "nur, wenn ich will" und nicht "weil ich es muß" (Mond/4. Haus, Aszendent Konjunktion Uranus/Krebs). Wie eine Katze, die sagt: "Wenn ich gestreichelt werden will, komme ich, aber Du kannst mich dafür nicht holen. Ich entscheide, wann ich gestreichelt werden will - sonst hüpfe ich Dir vom Schoß." Wenn ich es nicht mag, entziehe ich mich also (durch Launen, Stimmen etc.). Du wirst es schon sehen, was passiert. Zu eng wird es mir, wenn ich das Gefühl habe, ich bin in meiner freien Wahl behindert, d. h. ich kann nicht gerade tun, was ich will, und es verlangt jemand zu sehr, dass ich mich auf ihn einstelle (z.B. der Tag wird gemeinsam durchgestylt und abgehandelt).

Ich habe daher eher das Bedürfnis nach einem liebevollen Umgang im Miteinander, und das muß nicht unbedingt körperlich realisiert werden (Mond/Waage). Mein Wunsch nach leidenschaftlicher Interaktion (Venus/Waage) wird von meinem allzeit bereiten Einwand "ich bin darauf nicht angewiesen" zurückgedrängt. Es drückt sich u. a. dadurch aus, daß die leidenschaftliche Begierde nach kurzer Zeit abgeklungen ist und an Bedeutung verliert. Eine Beziehung muß immer neu entstehen, das ist die gewünschte Phase für Leidenschaft. Alltägliches lehne ich dabei ab. Regelmäßigkeiten meide ich hier, weil sie meinem Lebensgefühl und -rhythmus nicht entsprechen. Praktische, "normale" Dinge mit einem gewissen Komfort, an den sich mein Partner gewöhnt hat, sind mir zu flach bzw. zu wenig. Es fehlt mir dann ein gewisses Auf und Ab, die Höhepunkte, die ich in meinem Leben suche (Venus/Löwe Halbquadrat Jupiter/Zwilling). Für mich soll es rote Rosen regnen. Es muß immer Momente geben, wo ich das Gefühl habe, "jetzt bin ich auch einem Gipfel des Erlebens", jetzt spüre ich etwas ganz intensiv und kann die ganze Welt umarmen, weil etwas Schönes, Unberührbares passiert. Wenn ich dieses Gefühl nicht habe, dann versuche ich es mir zu schaffen. Spüre ich in einer Beziehung zu viel Routine, dann ist es nicht angenehm für mich. Ich brauche nicht das Wohltemperierte, eher die Hitze. Richtig einmal wieder abstürzen und auf die Füße fallen "wie eine Katze"! Im ersten Moment ist das dramatisch und nicht ersichtlich, ob ich wieder auf die Füße komme. Ich fordere das Leben heraus, nicht nur in der Liebe, auch in anderen Beziehungen. Mein Leben ist farblos oder eine Tragödie. All diese Dinge haben etwas Gemeinsames für mich. Ich strebe auf einen Höhepunkt zu, d. h. in jeder Geschichte ist etwas Dramatisches, d. h. ich suche das Farbige, die Lebenslinie darf nicht moderat sein. Meine Venus in Löwe und Uranus suchen den Absturz, ohne den ich die Dramatik nicht auskosten kann.

Frau, 40-50, Placidus