Website Anita Cortesi

Projekt
Astrologie lebensnah

Inhalt

Neue Beiträge

Mitmachen

Danke!


Transite

Transit-Saturn



Saturn (stationär) - Transit in Opposition zu Radix-Mond im 4. Haus meines Sohnes Florian und im Quadrat zu meiner MC / IC - Achse, im 12. Haus

Angefangen hat das Ganze relativ harmlos.

Da unser Sohn mit Mond und absteigendem Mondknoten im 4. Haus schon immer ein "Heimweh - Kind" war, merkten mein Mann und ich nicht sofort, was los war, als sich Florian sträubte, hin und wieder von seiner Grossmutter gehütet zu werden. Wenn er dann aber, zusammen mit seiner Schwester, bei meiner Mutter, die an der gleichen Strasse wohnt, übernachten sollte, veranstaltete er ein "Riesen-Theater".

Vor etwa zwei Jahren, er war damals in der zweiten Klasse, wollte er dann auch nicht mehr zur Schule gehen und blieb am Samstagnachmittag lieber zu Hause, statt in seine geliebten "Wölfli" zu gehen. Wir wurden stutzig, hielten das Ganze aber für ein vorübergehendes Phänomen.

Dann begann die Zeit, in der Florian auch zu Hause ganz depressiv und ängstlich wurde, nicht draussen mit anderen Kindern spielen wollte und morgens schon in Panik erwachte. Er zitterte am ganzen Körper, weinte und schrie, wenn ich ihn zwingen wollte, zu Fuss zur Schule zu gehen.

Als der Transit exakt war, musste ich ihn zur Schule fahren, ihn zum Klassenzimmer bringen und ihn seiner Lehrerin übergeben. Der Heimweg war kein Problem - da kam er ja heim zu mir.

Mir wurde erst mit der Zeit bewusst, was sein Problem war: Jedes Weggehen von mir oder von zu Hause löste in ihm Angst aus. (Transit-Saturn im 10. Haus Opposition zum Radix-Mond im 4. Haus)

Ich versuchte herauszufinden, ob jemand ihm etwas angetan hatte - auf dem Schulweg oder in der Schule -, aber das war nicht der Grund. Florian konnte mir nie genau sagen, wovor er sich fürchtete, was genau ihn ängstigte. Die Angst war einfach da.

Dank der Astrologie konnte ich erkennen, dass es sich in erster Linie um einen Ablösungskonflikt zwischen meinem Sohn und mir handelte. Mit Bachblütentropfen, Kinesiologie, Geschichten und Märchen zum Thema, begannen wir an der Verbesserung der Situation zu arbeiten - den ganzen Sommer hindurch.

Am ersten Schultag nach den grossen Ferien, stand Saturn - nach seiner Rückläufigkeit - das letzte mal in Opposition zum Radix-Mond meines Sohnes. Gemeinsam hatten wir uns auf diesen Schulbeginn und das "Alleine zu Fuss zur Schule gehen" vorbereitet. Trotz meiner Befürchtungen und in Kenntnis der Konstellationen spielte ich Zuversicht und Normalität.

Alles lief gut bis zu dem Punkt, als mein Sohn losmarschieren sollte. Panik stieg in ihm auf, und er begann zu zittern und schreien. Ich wusste, wir hatten an diesem Thema viel gearbeitet, und sagte ihm ruhig und bestimmt, dass er es jetzt könne, dass er jetzt ohne Angst gehen könne. Ich stellte ihn vor die Türe, sagte ihm, dass er stark sei und ich ihn liebe, dass er mit den anderen Kindern zur Schule gehen könne, ich jetzt die Türe von innen verschliessen und nicht mehr öffnen werde.

Ich schloss also die Türe und drehte den Schlüssel. Ich hielt mir die Ohren zu und hoffte, dass ihm jetzt andere beistehen - ich konnte nicht mehr weiter. Florian blieb vor der Türe stehen und schrie einige Minuten hysterisch. Dann machte er sich schluchzend auf den Weg.

In diesem Moment fühlte ich körperlich, dass etwas zwischen meinem Sohn und mir zerriss. Es war beinahe ein Gefühl der Befreiung. Florian empfand wahrscheinlich dasselbe. Als er von der Schule heimkam, erzählte er mir, dass er die Angst nur noch wenige Meter weit gefühlt hatte, danach sei sie plötzlich verschwunden. Seit diesem Tag kann er auch ganz alleine, ohne Mitschüler, zur Schule gehen.

Für mich war diese Zeit - vor der Loslösung - sehr schwer. Ich fühlte mich eingesperrt, konnte das Haus nur noch verlassen, wenn Florian in der Schule war. Meinen Sohn erlebte ich nicht mehr als fröhliches, unbeschwertes und spontanes Kind, obwohl dies sonst seinem Wesen entspricht. Das Schlimmste für mich war, dass mein Sohn traurig und depressiv war, ohne dass ich ihm helfen konnte. Ich selbst verfiel ebenfalls in eine Depression und wurde ganz mutlos. Es war das einzige Mal, dass ich mir wünschte, ohne Kinder zu sein. Ich sehnte mich nach Leichtigkeit und Licht. Ich lebte in einer dunklen, schweren Zeit. Die unbestimmten Ängste meines Sohnes lösten in mir eigene, alte unverarbeitete Ängste aus, die ich längst überwunden glaubte (Transit-Saturn im 12. Haus). Nun musste ich mich mit ihnen auseinandersetzen.

Meine Pläne gerieten durcheinander. Selbst meine Ausbildung zur astrologischen Beraterin sah ich gefährdet. Ich besuchte kaum noch Seminare und Kurse, um so der Auseinandersetzung mit Florian auszuweichen. Auch zweifelte ich damals sehr daran, jemals als Astrologin Beratungen oder Seminare durchführen zu können. Ich brauchte meine ganze Kraft zur Meisterung des Alltages.

Ich wurde zerrissen zwischen meiner Mutterrolle (IC) und meinen eigenen Wünschen und Vorstellungen (MC).

Eine grosse Hilfe in dieser Zeit war für mich die Hoffnung, ja Gewissheit, dass dieser Alptraum enden würde, wenn Satrun seine Arbeit getan hat und weiterläuft. Das war dann auch tatsächlich der Fall. Seit damals kann Florian mit seinen Heimwehgefühlen viel besser umgehen. Ich selbst konnte wieder eine klare Vorstellung von mir als Mutter und Berufsfrau gewinnen - und umsetzen. Kein "entweder oder" sondern ein "sowohl als auch".

Ursula, 3. April 1958, 06.10 Uhr in Schaffhausen CH, Psychologische und Kosmische Astrologie, Kochhäuser

Florian, 29. April 1988, 08.50 in Baden CH