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AC 27°41’ Steinbock, Venus 2°34’ Wassermann, Chiron 3°28’ Wassermann
Seit Januar 1994 erlebte ich zuerst mehrere Übergänge von Uranus und
Ende November 1997 den letzten Transit von Neptun über meinen AC.
In dieser ganzen Zeit hatte ich das Gefühl etwas gehe zu Ende und es
sei absolut Zeit einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, einen
Neuanfang zu wagen:
Unsere drei Kinder waren inzwischen alle schulpflichtig und mein Job
als Hausfrau und Mutter kleiner Kinder hatte an Sinn und Inhalt
verloren.
Genau termingerecht mit Uranus am AC, was mir aber damals überhaupt
nicht bewusst war, wurde im Januar 1994 in unserem ländlichen,
kleinen Dorf eine Stelle als Primarlehrerin ausgeschrieben, und da
ich in den vergangenen Jahren Teilpensen und Aushilfen an dieser
Schule erteilt hatte, und weil ich mit einer Freundin in derselben
Lebenslage immer mal wieder darüber "philosophiert" hatte, wie es
wäre, wenn wir mit unserer Muttererfahrung in Pensenteilung eine
Klasse führen würden....... bewarb ich mich zusammen mit dieser
Freundin um die Stelle.
Wir wussten beide, dass wir unsere fachliche Kompetenz bei unseren
kleineren Einsätzen schon gezeigt hatten und hofften auf die Wahl.
Natürlich schaute ich dann auch irgendwann in die Ephimeriden und
stellte also fest, dass Uranus genau auf meinem AC stand und im
Laufe des Jahres 1995 den AC endgültig überschreiten würde.
"Aha", dachte ich, "deshalb fühle ich diese Aufbruchstimmung!" -
Denn mein beruflicher Wiedereinstieg hätte auch auf der
häuslich-familiären Ebene ein vermehrtes Engagement meines Mannes
und eine Pensenreduktion in seinem Beruf zur Folge gehabt.
Am Tag, als die Schulbehörde die Wahl vornahm, befiel mich ein sehr
ungutes Gefühl....... "irgendwie wusste ich", dass ich nicht gewählt
werden würde....... und plötzlich war mir auch ganz klar: "Wenn die
mich nicht wählen, heisst das, dass meine Zukunft nicht in diesem
Dorf und nicht in der Schule liegt !"
Per Post bekam ich, von mir persönlich bekannten Menschen die kurze,
sehr offizielle Mitteilung, dass wir beiden Frauen nicht gewählt
worden seien, dass man eine jüngere Lehrerin bevorzuge, dass man
aber gerne auf unsere bisherigen Dienste (Einsätze auf Abruf !)
zurückgreifen würde.....
Ich habe dann in der Folge persönlich zurückgefragt, was die
wirklichen Gründe unserer Nichtwahl seien, und habe gehört, dass man
gedacht habe, das was wir bis jetzt gearbeitet hätten, sei besser
für uns, dass persönlicher Neid von Frauen der Schulbehörde, die
kein solches Arrangement mit ihren Männern machen konnten, dass die
nach indianischem Schamanismus ausgerichtete Lebensweise meiner
Freundin und dass die Tatsache, dass wir zwei sehr initiative und
starke Frauen mit zu vielen Ideen und zu grosser Durchsetzungskraft
seien, die wirklichen Gründe für unsere Nichtwahl waren !
Diese Nichtwahl unter diesen Umständen hat bei mir einen riesigen
Prozess in Gang gesetzt.........
Es war für mich ganz stark eine Image-Frage - beim Wocheneinkauf mit
Einkaufszettel und vollem Einkaufswagen habe ich z.B. plötzlich
gedacht: "Mit dieser Rolle kann ich mich einfach nicht
identifizieren >>> das kann doch nicht alles sein, dass ich jetzt
mein Leben lang auf dieses Hausfrauen-Dasein fixiert werde."
Ich habe mit vielen Frauen über dieses Thema gesprochen -
überall....
Ich habe Listen geschrieben, was ich den sonst noch gerne tun würde,
habe realisiert, dass ich auf den Berufsbereich meiner
Grundausbildung als Primarlehrerin fixiert bin...... und habe auch
verschiedene kleinere Tätigkeiten angefangen und damit einerseits
meine Kräfte arg verzettelt und andrerseits auf andern Gebieten
Erfahrungen gesammelt.
An einem Astro-Arbeitsgruppensamstag 1994 bei Verena Bachmann habe
ich mein Problem mit meinem starken Drang nach Aufbruch und dieser
Absage in der Schule geschildert und Verena B. hat unter anderem so
ungefähr geantwortet: "Weisst Du, bevor auch Neptun über deinen AC
gegangen ist, wirst du keine definitive Lösung finden, solange wird
wohl der ganze Prozess dauern - und dann wird sich die Lösung
bestimmt einstellen."
Ich habe dann in der folgenden Zeit mit Erfolg Astrologieabende für
alle Sinne angeboten, habe als Dorfbibliothekarin Erzählstunden für
Kinder und Lesungen für Erwachsene organisiert, habe an
verschiedenen sehr interessanten Schulen längere Stellvertretungen
übernommen und so meinen Tätigkeitsbereich geographisch sehr
ausgeweitet, viele verschiedenste Erfahrungen gesammelt und sehr
wertschätzende Rückmeldungen für meine Arbeit bekommen.....
Aber wenn mich jemand nach meinem Beruf gefragt hat, habe ich nicht
gewusst, was ich nun bin: Hausfrau, Lehrerin, Bibliothekarin oder
Astrologin ???? ---- und ich habe sehr darunter gelitten ----
Und unter Neptun am AC habe ich dann erlebt, wie einige meiner
besten Kolleginnen den Wiedereinstieg schafften und hatte das sehr
"verlorene" Gefühl rund um mich herum schaffen es alle, nur ich
weiss nicht wer/was ich bin, habe keinen Namen für das was ich
tue.....
Ende November 1997 ging Neptun zum letztenmal über meinen AC.
Im Laufe des Spätherbstes 1997 merkten wir, dass unsere derzeitigen
Wohnverhältnisse, die sehr ideal waren in der Zeit als die Kinder
klein waren, nun wirklich absolut nicht mehr unsern jetzigen
Bedürfnissen entsprechen.
Durch eine zufällige Bemerkung einer Freundin erfuhr ich, dass eine
uns sehr sympathische Familie seit längerer Zeit einen Partner für
ein Doppeleinfamilienhaus suche. Sehr schnell und unkompliziert sind
wir Ende November auf das Projekt dieser Familie eingestiegen,
werden wohl Ende 1998 nach 17 Jahren aus diesem kleinen, ländlichen
Dorf in ein Grösseres, verkehrstechnisch besser gelegenes und
bevölkerungsmässig durchmischteres Dorf ziehen.
Weil wir uns jetzt für Häuserpreise interessierten, blätterten mein
Mann und ich am Freitagabend 5. Dez 97 bei einem Glas Wein die
Inserateseiten unserer Tageszeitung durch. (Die Sonne stand auf
meinem Mondknoten!)
Da blieb mein Blick an einem mir bekannten Namenszug hängen. Es war
der Name einer Buchhandlung und man suchte eine Bibliothekarin für
einen Teilbereich in der Buchhandlung. Die Stelle war so
beschrieben, dass ich davon total angesprochen war und auch die
geforderten Bedingungen erfüllen konnte. Ich hatte das ganz starke
Gefühl: "Das wäre meine Traumstelle!" - und konnte vor Aufregung
nachts fast nicht schlafen und platze am Tag vor Energie fast....
Kurz gesagt, ich habe mich beworben - habe die Stelle bekommen -
habe all die verzettelten Tätigkeiten abgegeben, arbeite nun schon
einen Monat an der neuen Stelle und muss viel Neues lernen und merke
täglich, dass ich in einem völlig neuen Umfeld gelandet bin, was ich
sehr spannend, anregend und herausfordernd finde.
Irgendwie bin ich ruhig und gelassen geworden - habe das Gefühl ich
wisse nun was ich bin - innerlich - und könne - äusserlich -
gelassener auftreten - auch in der Migros beim Einkaufen........
weil ich mich nicht damit identifizieren muss....
Regula, 26. 12. 55, 09.45 Luzern, Psychologische Astrologie,
Kochhäuser