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Astrologie lebensnah
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(Fisch-Venus in Opposition zu Pluto auf der Achse 2/8. Haus, Venus
Trigon Neptun, Venus Konjunktion Chiron
Themen der Venus-Pluto-Aspekte und Verbindungen:
Intensive, destruktive Leidenschaft- Besessenheit; Dominanz;
Machtkämpfe; Ohnmachtserfahrungen; Abhängigkeit;
Eifersucht/Besitzansprüche; zwanghafte Partnerbindung; emotianale
Fixierung; Beziehungsextreme (Trennung Neubeginn); Ängste;
emotionale Unruhe; Kontrolle; psychischer Druck; Demütigungen;
körperliche Handgreiflichkeiten; Grenzerfahrungen im
Beziehungsbereich; sexuelle Blockaden; seelische Verstrickungen;
Manipulation; Perfektionismus; emotionale Unersättlichkeit; extremer
Liebeskummer: Liebesopfer, Opferliebe
In Kurzform: Angst vor echter emotionaler Nähe, aber grösste
Sehnsucht nach intensiver Liebe!!
Es war einmal... Alle Geschichten beginnen mit diesem Satz. Meine
beginnt mit "bis zu dem Tag, als ich Wolfgang traf" oder
astrologisch "bis zu dem Tag, als sich Venus und Pluto begegneten".
Bis dahin glaubte ich nämlich, ich sei völlig normal, selbständig,
unabhängig, beziehungsfähig. Geistig, seelisch, emotional,
körperlich. Ein völlig normaler Mensch, der völlig normale
Beziehungen führte, in denen man sich Freiraum gewährte, nicht
besitzergreifend oder übermäßig eifersüchtig war, sich emotional
unter Kontrolle hatte. Ich liebte meinen damaligen Partner, wir
hatten Höhen und Tiefen, aber alles im "Rahmen". Und als wir uns
auseinandergelebt(-geliebt) hatten, konnten wir uns loslassen. Es
schmerzte zwar noch etwas, aber die Zeit heilt Wunden. Diese
wunderschöne Vorstellung hatte ich von mir und war zugegebenermaßen
auch ein bißchen stolz auf mich, weil meine Beziehungen so
freundschaftlich und fair endeten und nichts von dem Chaos oder Haß
hinterließen, wie das bei den anderen häufig der Fall war.
Mein Leben war in Ordnung bis zu dem Tag, als ich Wolfgang
kennenlernte. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Astrologie und
wußte somit auch nicht, daß wir in einer doppelten
Venus-Pluto-Konstellation zusammen verstrickt waren. Meine Venus in
Opposition zu seinem Pluto und seine Schütze-Venus im Quadrat zu
meinem Pluto. Fast gradgenau. Ferner haben wir beide in unseren
Einzelhoroskopen auch jeweils Venus-Ptuto-Aspekte. Er hat ein
Venus-Pluto-Quadrat und ich eine Venus-Pluto-Opposition.
Es fing alles wunderbar an, doch bereits nach knapp 1 Jahr wurden
die ersten Venus-Pluto-Symptome erkennbar. Ich wunde sehr
eifersüchtig. besitzergreifend und wollte immer noch mehr
Aufmerksamkeit, war emotional unersättlich. Wir stritten uns oft
wegen Kleinigkeiten. Ich wollte unbedingt die Sache ausdiskutieren,
während er permanent die Flucht ergriff und erstmal Abstand gewinnen
wollte. Oder er gab sich cool und unnahbar, während ich immer
hysterischer wurde. Dabei kam es auch schon mal zu gegenseitigen
Handgreiflichkeiten. Da erschrak Ich das erste Mal vor mir selber.
War ich es, die dem alles geliebten Partner aus einem ohnmächtigen
Gefühl heraus die Nase blutig schlug oder ihm die Haare ausriß? Ja,
ich mußte mir eingestehen, daß ich wirklich so weit gegangen war.
Natürlich aus Liebe und Wut und Ohnmacht. Aber richtig nachgedacht
habe ich damals noch nicht über meine Handlungen. Auch nicht, als
ich mir die Pulsadern nach einem Streit mit ihm aufschnitt. Mehr um
ihn zu erschrecken, weniger um mich wirklich umzubringen. Ich wollte
(bewußt), daß er endlich begreift, wieviel er mir bedeutete, und (unbewußt)
mehr Aufmerksamkeit von ihm. Obwohl ich rückblickend zugeben muß,
daß das Maß seiner Aufmerksamkeit und Zuneigung wirklich nicht
zuwenig war. Damals war mir die Bedeutung des Wortes "Manipulation"
nicht bewußt. Alle meine Handlungen fanden völlig unbewußt wie unter
einem Zwang statt. Mein Verstand wußte, daß das nicht In Ordnung
war, aber ich hatte keine Kontrolle mehr über mich in
Krisensituationen. Ich hatte Angst, daß sich alles verändern könnte,
die Beziehung in den Alltagstrott abgleitet. Ich war emotional
fixiert auf diese Beziehung, auf meinen Traummann und richtete meine
Energie immer mehr nur auf das Ziel, die Partnerschaft und ihn so
perfekt wie möglich zu gestalten, denn nur so konnte sie doch
dauerhaft und harmonisch werden. Wenn alles perfekt war, alle
Unstimmigkeiten ausgeräumt. Ich beobachtete die Beziehung mit
Argusaugen, nahm jede Kleinigkeit wahr. Nichts würde diese übergroße,
tiefe Liebe zerstören können. Je mehr er meinem Ideal entsprach,
desto sicherer fühlte ich mich und desto mehr brauchte ich ihn. Daß
dies alles zur absoluten emotionalen Abhängigkeit führte, ahnte Ich
nicht.
Nach zwei Jahren machte er Schluß mit mir, weil ich nur noch
nörgelte (Perfektionsdrang) und zu dominant war. Ein ganzes Jahr
lang lief ich ihm in regelmäßigen Abständen hinterher und drängte
mich ihm regelrecht auf. Aber nicht, weil es mir Spaß machte oder
ich meinen Willen unbedingt durchsetzen wollte, sondern weil ich es
emotional/seelisch ohne ihn nicht aushalten konnte. Ich litt unter
körperlichen Entzugserscheinungen, die ich natürlich lindern wollte.
Ein Alkoholiker kann sich in solchen Momenten Alkohol besorgen, ein
Junkie Drogen, aber wie sollte ich meine Sucht stillen, nachdem ich
auf das "Suchtobjekt keinen Zugriff" mehr hatte. Es war schrecklich.
Er demütigte mich, warf mich raus, weil er mein Verhalten nicht
verstehen konnte. Er wollte bloß seine Ruhe vor mir. Ein paar Mal
schaffte ich es sogar irgendwie, ihn länger in Ruhe zu lassen, doch
da kam er auf einmal an und wollte mich sehen. So ging das 1.
Trennungsjahr vorüber. Kurz nach der "Wiedervereinigung" kam es dann
zur sexuellen Blockade. Mein Körper konnte scheinbar die
Demütigungen nicht so einfach wegstecken, während mein Verstand ihm
schon verziehen hatte. Nach einiger Zeit der Blockade war dann die
ganze vorher so leidenschaftliche Sexualität irgendwie verkrampft
und auch unglaubwürdig geworden. Wir versuchten vieles, um die
Situation zu ändern, aber wir schafften es nicht. Um unsere
Beziehung zu prüfen, zogen wir einige Zeit später zusammen in seine
Wohnung. Es folgte 1 Jahr mit schlimmen Machtkämpfen und ein paarmal
Kofferpacken meinerseits. Es kam soweit, daß wir gegenseitige
Haßgefühle entwickelten, wir konnten uns zeitweise nicht mehr
ertragen. Aber immer wenn wir "ganz unten" waren und nicht mehr
konnten, spürten wir doch diese Liebe in uns, irgendwo ganz tief
drin, momentan nur etwas verschüttet. Nicht mit und nicht ohne...
Drei Jahre später nahm ich mir wieder eine eigene Wohnung, weil wir
nur noch wie Geschwister zusammen lebten. Die Trennung erfolgte auf
meine Veranlassung hin, aber die Gefühle waren nach wie vor
unverändert. 6 Monate und einige leidenschaftliche Treffen später
machte er mir einen Heiratsantrag. Er wollte mich nicht verlieren
und sah als einzige Lösung die Ehe, weil wir nun nach 8 Jahren
endlich mal Nägel mit Köpfen machen sollten. Versierte Astrologen
können sich denken, daß es natürlich nicht zur Hochzeit kam, denn 3
Monate später hatte uns der Alltag wieder. Zuerst Streits, weil
jetzt, wo man die Ehe anstrebt, doch alles anders und vor allem
besser werden sollte. Danach wieder die wohlbekannte sexuelle Flaute
trotz starker körperlicher Anziehungskraft. Ein Teufelskreis, aus
dem es kein Entrinnen gab. Pluto kennt eben kein Erbarmen.
Das einzig positive bis dahin war, daß ich mit der Zeit immer
beziehungsfähiger wurde. Durch die starke Liebe zu ihm wurde ich
immer weniger egoistisch, besitzergreifend und eifersüchtig. Ich
manipulierte, dominierte und kontrollierte nicht mehr und war stolz
darauf, daß ich ihm mehr Freiraum lassen konnte. Er gab mir trotz
allem große emotionale Sicherheit. Ich konnte ihm immer mehr
vertrauen. Vor allem waren in all der Zeit nie andere Partner im
Spiel, es ging immer nur um uns beide, auch in den Trennungsphasen.
Ich dachte, wir wären füreinander bestimmt.
Drei Jahre später gaben wir beide auf. Es war nichts mehr zu machen.
Nur noch wie Brüderchen und Schwesterchen, das wollten wir nicht
lebenslang. Wieder Trennung, 3 Monate keinen Kontakt, dann wieder
regelmäßige platonische Treffen, nach 1 Jahr Trennung wieder
Sexualität. Ich spürte ganz genau, daß ich immer nur ihn lieben
werde, und hoffte inständig, daß wir wieder zusammen kommen. Aber
ich wollte ihn diesmal nicht bedrängen. Er sollte sich freiwillig
und ohne Druck für ein Leben mit mir entscheiden. Ich hatte viel
dazugelernt und vertraute auch auf seine Gefühle zu mir. Zuerst sah
es auch so aus, als ob mein Traum in Erfüllung gehen würde. Aber
wegen eines blöden Mißverständnisses hatten wir einige Wochen keinen
Kontakt mehr und in dieser Zeit lernte er eine andere kennen. Er
hatte sich entschieden, während ich insgeheim schon Zukunftspläne
mit ihm bis zur Rente schmiedete.
Eines Nachts wachte ich auf und wußte, daß er eine andere Frau
kennengelernt hatte. Ich spürte es einfach. Am nächsten Tag prüfte
ich nach, ob mein Gefühl sich bestätigte. Ich kann nicht
beschreiben, wie es ist, wenn alles plötzlich zusammenbricht. Mein
erster Gedanke war, daß es jetzt nie mehr mit ihm so sein würde wie
vorher. Egal wie es weitergeht. Alles war schlagartig anders. Ich
saß im Auto und schrie und weinte abwechselnd. Der Boden unter
meinen Füßen war weg, mein Selbstwertgefühl war zerstört. Er hatte
mich mit der Kreissäge in der Mitte meines Körpers durchgesägt,
seine Hälfte mitgenommen und meine verbleibende Hälfte blutete
restlos aus. Die ersten 18 Monate nach der Trennung war ich kein
Mensch mehr, ich konnte nicht mehr arbeiten, teilweise nicht mehr
essen und schlafen, war wie gelähmt, hatte Depressionen und
unbeschreibliche seelische Qualen. Wie wenn sich 1 1/2 Jahre lang
permanent eine glühende Speerspitze in mein wundes Herz bohrt, immer
wieder und wieder...
Da kam ich das erste Mal in meinem Leben an eine Grenze, wo ich
überlegte, wie weit ich für mein Glück oder um wenigstens die Qualen
zu lindern gehen würde. Ich habe mich schnell entschieden, nichts zu
tun, was ich hinterher bereuen und büßen müßte, und beschloß dem
Schicksal zu vertrauen. Ich glaube auch, daß uns unsere gegenseitige
doppelte Neptun-Verbindung Venus-Neptun-Trigon, Jupiter-Neptun-Trigon)
vor einem schlimmen Ende bewahrt hat, wie es häufig bei
Venus-Pluto-Verbindungen der Fall ist. Der Haß und die gegenseitige
Vernichtung sind uns erspart geblieben. Bei Venus-Neptun kommt doch
die echte Liebe immer wieder durch, die dem anderen keinen
wirklichen Schaden zufügen will. Auch heute noch spricht jeder von
uns ohne Bitterkeit über die Beziehung. Bei unserem letzten
Telefonat sagte er mir, daß er keine so intensive Beziehung für eine
Ehe möchte, sondern eine verstandesbetontere Verbindung, die nicht
so schmerzvoll wäre.
Der Zusammenbruch meines Lebens ist jetzt fast 3 Jahre her, die
Liebe zu ihm genauso stark wie am Anfang, die Sehnsucht
unbeschreiblich, der Liebeskummer extrem und die Sucht nach ihm
unterdrücke ich täglich. Zur Zeit opfere ich mein Leben immer noch
der vergangenen großen Liebe. Ich kann nicht anders! Die Pfeilspitze
bohrt noch immer in meinem Herzen, nur ist sie nicht mehr so glühend
heiß. Zwischenzeitlich hat er ein Kind mit der anderen und dann auch
geheiratet.
Abschließend möchte ich erwähnen, daß meine ganze Lieles- und
Beziehungsfähigkeit (Venus) komplet gewandelt und transformiert
wurde (Pluto). Die Schmerzen waren und sind noch so stark, daß ich
zeitweise nur noch sterben möchte (Pluto). Vielleicht schaffe ich
es, irgendwann ganz loslassen zu können. Ich arbeite daran.
Vielleicht im Jahre 1999/2000 wenn der Transit-Pluto im Quadrat zu
meiner Venus-Pluto-Opposition steht?
Sonstige Venus/Pluto-Auswirkungen In meinem Leben:
Körperliche Ebene: Bislang Neigung zu Kropfbildung
(Schilddrüsendysfunktion)
Transpersonale Ebene: Mutter neigt zu neurotischem Verhalten; sich
für ein Ideal opfern (ideale Beziehung...)
Mentale Ebene: Interesse an Tiefenpsychologie; sehr
vorstellungsbezogen; hohe Ideale haben; lernen, daß man das, was man
liebt oder einem wichtig ist, auch loslassen können muß.
Frau, Mitte 30