Website Anita Cortesi

Projekt
Astrologie lebensnah

Inhalt

Neue Beiträge

Mitmachen

Danke!


Radix

Venus Opposition Pluto



(Fisch-Venus in Opposition zu Pluto auf der Achse 2/8. Haus, Venus Trigon Neptun, Venus Konjunktion Chiron

Themen der Venus-Pluto-Aspekte und Verbindungen:

Intensive, destruktive Leidenschaft- Besessenheit; Dominanz; Machtkämpfe; Ohnmachtserfahrungen; Abhängigkeit; Eifersucht/Besitzansprüche; zwanghafte Partnerbindung; emotianale Fixierung; Beziehungsextreme (Trennung Neubeginn); Ängste; emotionale Unruhe; Kontrolle; psychischer Druck; Demütigungen; körperliche Handgreiflichkeiten; Grenzerfahrungen im Beziehungsbereich; sexuelle Blockaden; seelische Verstrickungen; Manipulation; Perfektionismus; emotionale Unersättlichkeit; extremer Liebeskummer: Liebesopfer, Opferliebe

In Kurzform: Angst vor echter emotionaler Nähe, aber grösste Sehnsucht nach intensiver Liebe!!



Es war einmal... Alle Geschichten beginnen mit diesem Satz. Meine beginnt mit "bis zu dem Tag, als ich Wolfgang traf" oder astrologisch "bis zu dem Tag, als sich Venus und Pluto begegneten". Bis dahin glaubte ich nämlich, ich sei völlig normal, selbständig, unabhängig, beziehungsfähig. Geistig, seelisch, emotional, körperlich. Ein völlig normaler Mensch, der völlig normale Beziehungen führte, in denen man sich Freiraum gewährte, nicht besitzergreifend oder übermäßig eifersüchtig war, sich emotional unter Kontrolle hatte. Ich liebte meinen damaligen Partner, wir hatten Höhen und Tiefen, aber alles im "Rahmen". Und als wir uns auseinandergelebt(-geliebt) hatten, konnten wir uns loslassen. Es schmerzte zwar noch etwas, aber die Zeit heilt Wunden. Diese wunderschöne Vorstellung hatte ich von mir und war zugegebenermaßen auch ein bißchen stolz auf mich, weil meine Beziehungen so freundschaftlich und fair endeten und nichts von dem Chaos oder Haß hinterließen, wie das bei den anderen häufig der Fall war.

Mein Leben war in Ordnung bis zu dem Tag, als ich Wolfgang kennenlernte. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Astrologie und wußte somit auch nicht, daß wir in einer doppelten Venus-Pluto-Konstellation zusammen verstrickt waren. Meine Venus in Opposition zu seinem Pluto und seine Schütze-Venus im Quadrat zu meinem Pluto. Fast gradgenau. Ferner haben wir beide in unseren Einzelhoroskopen auch jeweils Venus-Ptuto-Aspekte. Er hat ein Venus-Pluto-Quadrat und ich eine Venus-Pluto-Opposition.

Es fing alles wunderbar an, doch bereits nach knapp 1 Jahr wurden die ersten Venus-Pluto-Symptome erkennbar. Ich wunde sehr eifersüchtig. besitzergreifend und wollte immer noch mehr Aufmerksamkeit, war emotional unersättlich. Wir stritten uns oft wegen Kleinigkeiten. Ich wollte unbedingt die Sache ausdiskutieren, während er permanent die Flucht ergriff und erstmal Abstand gewinnen wollte. Oder er gab sich cool und unnahbar, während ich immer hysterischer wurde. Dabei kam es auch schon mal zu gegenseitigen Handgreiflichkeiten. Da erschrak Ich das erste Mal vor mir selber. War ich es, die dem alles geliebten Partner aus einem ohnmächtigen Gefühl heraus die Nase blutig schlug oder ihm die Haare ausriß? Ja, ich mußte mir eingestehen, daß ich wirklich so weit gegangen war. Natürlich aus Liebe und Wut und Ohnmacht. Aber richtig nachgedacht habe ich damals noch nicht über meine Handlungen. Auch nicht, als ich mir die Pulsadern nach einem Streit mit ihm aufschnitt. Mehr um ihn zu erschrecken, weniger um mich wirklich umzubringen. Ich wollte (bewußt), daß er endlich begreift, wieviel er mir bedeutete, und (unbewußt) mehr Aufmerksamkeit von ihm. Obwohl ich rückblickend zugeben muß, daß das Maß seiner Aufmerksamkeit und Zuneigung wirklich nicht zuwenig war. Damals war mir die Bedeutung des Wortes "Manipulation" nicht bewußt. Alle meine Handlungen fanden völlig unbewußt wie unter einem Zwang statt. Mein Verstand wußte, daß das nicht In Ordnung war, aber ich hatte keine Kontrolle mehr über mich in Krisensituationen. Ich hatte Angst, daß sich alles verändern könnte, die Beziehung in den Alltagstrott abgleitet. Ich war emotional fixiert auf diese Beziehung, auf meinen Traummann und richtete meine Energie immer mehr nur auf das Ziel, die Partnerschaft und ihn so perfekt wie möglich zu gestalten, denn nur so konnte sie doch dauerhaft und harmonisch werden. Wenn alles perfekt war, alle Unstimmigkeiten ausgeräumt. Ich beobachtete die Beziehung mit Argusaugen, nahm jede Kleinigkeit wahr. Nichts würde diese übergroße, tiefe Liebe zerstören können. Je mehr er meinem Ideal entsprach, desto sicherer fühlte ich mich und desto mehr brauchte ich ihn. Daß dies alles zur absoluten emotionalen Abhängigkeit führte, ahnte Ich nicht.

Nach zwei Jahren machte er Schluß mit mir, weil ich nur noch nörgelte (Perfektionsdrang) und zu dominant war. Ein ganzes Jahr lang lief ich ihm in regelmäßigen Abständen hinterher und drängte mich ihm regelrecht auf. Aber nicht, weil es mir Spaß machte oder ich meinen Willen unbedingt durchsetzen wollte, sondern weil ich es emotional/seelisch ohne ihn nicht aushalten konnte. Ich litt unter körperlichen Entzugserscheinungen, die ich natürlich lindern wollte. Ein Alkoholiker kann sich in solchen Momenten Alkohol besorgen, ein Junkie Drogen, aber wie sollte ich meine Sucht stillen, nachdem ich auf das "Suchtobjekt keinen Zugriff" mehr hatte. Es war schrecklich. Er demütigte mich, warf mich raus, weil er mein Verhalten nicht verstehen konnte. Er wollte bloß seine Ruhe vor mir. Ein paar Mal schaffte ich es sogar irgendwie, ihn länger in Ruhe zu lassen, doch da kam er auf einmal an und wollte mich sehen. So ging das 1. Trennungsjahr vorüber. Kurz nach der "Wiedervereinigung" kam es dann zur sexuellen Blockade. Mein Körper konnte scheinbar die Demütigungen nicht so einfach wegstecken, während mein Verstand ihm schon verziehen hatte. Nach einiger Zeit der Blockade war dann die ganze vorher so leidenschaftliche Sexualität irgendwie verkrampft und auch unglaubwürdig geworden. Wir versuchten vieles, um die Situation zu ändern, aber wir schafften es nicht. Um unsere Beziehung zu prüfen, zogen wir einige Zeit später zusammen in seine Wohnung. Es folgte 1 Jahr mit schlimmen Machtkämpfen und ein paarmal Kofferpacken meinerseits. Es kam soweit, daß wir gegenseitige Haßgefühle entwickelten, wir konnten uns zeitweise nicht mehr ertragen. Aber immer wenn wir "ganz unten" waren und nicht mehr konnten, spürten wir doch diese Liebe in uns, irgendwo ganz tief drin, momentan nur etwas verschüttet. Nicht mit und nicht ohne...

Drei Jahre später nahm ich mir wieder eine eigene Wohnung, weil wir nur noch wie Geschwister zusammen lebten. Die Trennung erfolgte auf meine Veranlassung hin, aber die Gefühle waren nach wie vor unverändert. 6 Monate und einige leidenschaftliche Treffen später machte er mir einen Heiratsantrag. Er wollte mich nicht verlieren und sah als einzige Lösung die Ehe, weil wir nun nach 8 Jahren endlich mal Nägel mit Köpfen machen sollten. Versierte Astrologen können sich denken, daß es natürlich nicht zur Hochzeit kam, denn 3 Monate später hatte uns der Alltag wieder. Zuerst Streits, weil jetzt, wo man die Ehe anstrebt, doch alles anders und vor allem besser werden sollte. Danach wieder die wohlbekannte sexuelle Flaute trotz starker körperlicher Anziehungskraft. Ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gab. Pluto kennt eben kein Erbarmen.

Das einzig positive bis dahin war, daß ich mit der Zeit immer beziehungsfähiger wurde. Durch die starke Liebe zu ihm wurde ich immer weniger egoistisch, besitzergreifend und eifersüchtig. Ich manipulierte, dominierte und kontrollierte nicht mehr und war stolz darauf, daß ich ihm mehr Freiraum lassen konnte. Er gab mir trotz allem große emotionale Sicherheit. Ich konnte ihm immer mehr vertrauen. Vor allem waren in all der Zeit nie andere Partner im Spiel, es ging immer nur um uns beide, auch in den Trennungsphasen. Ich dachte, wir wären füreinander bestimmt.

Drei Jahre später gaben wir beide auf. Es war nichts mehr zu machen. Nur noch wie Brüderchen und Schwesterchen, das wollten wir nicht lebenslang. Wieder Trennung, 3 Monate keinen Kontakt, dann wieder regelmäßige platonische Treffen, nach 1 Jahr Trennung wieder Sexualität. Ich spürte ganz genau, daß ich immer nur ihn lieben werde, und hoffte inständig, daß wir wieder zusammen kommen. Aber ich wollte ihn diesmal nicht bedrängen. Er sollte sich freiwillig und ohne Druck für ein Leben mit mir entscheiden. Ich hatte viel dazugelernt und vertraute auch auf seine Gefühle zu mir. Zuerst sah es auch so aus, als ob mein Traum in Erfüllung gehen würde. Aber wegen eines blöden Mißverständnisses hatten wir einige Wochen keinen Kontakt mehr und in dieser Zeit lernte er eine andere kennen. Er hatte sich entschieden, während ich insgeheim schon Zukunftspläne mit ihm bis zur Rente schmiedete.

Eines Nachts wachte ich auf und wußte, daß er eine andere Frau kennengelernt hatte. Ich spürte es einfach. Am nächsten Tag prüfte ich nach, ob mein Gefühl sich bestätigte. Ich kann nicht beschreiben, wie es ist, wenn alles plötzlich zusammenbricht. Mein erster Gedanke war, daß es jetzt nie mehr mit ihm so sein würde wie vorher. Egal wie es weitergeht. Alles war schlagartig anders. Ich saß im Auto und schrie und weinte abwechselnd. Der Boden unter meinen Füßen war weg, mein Selbstwertgefühl war zerstört. Er hatte mich mit der Kreissäge in der Mitte meines Körpers durchgesägt, seine Hälfte mitgenommen und meine verbleibende Hälfte blutete restlos aus. Die ersten 18 Monate nach der Trennung war ich kein Mensch mehr, ich konnte nicht mehr arbeiten, teilweise nicht mehr essen und schlafen, war wie gelähmt, hatte Depressionen und unbeschreibliche seelische Qualen. Wie wenn sich 1 1/2 Jahre lang permanent eine glühende Speerspitze in mein wundes Herz bohrt, immer wieder und wieder...

Da kam ich das erste Mal in meinem Leben an eine Grenze, wo ich überlegte, wie weit ich für mein Glück oder um wenigstens die Qualen zu lindern gehen würde. Ich habe mich schnell entschieden, nichts zu tun, was ich hinterher bereuen und büßen müßte, und beschloß dem Schicksal zu vertrauen. Ich glaube auch, daß uns unsere gegenseitige doppelte Neptun-Verbindung Venus-Neptun-Trigon, Jupiter-Neptun-Trigon) vor einem schlimmen Ende bewahrt hat, wie es häufig bei Venus-Pluto-Verbindungen der Fall ist. Der Haß und die gegenseitige Vernichtung sind uns erspart geblieben. Bei Venus-Neptun kommt doch die echte Liebe immer wieder durch, die dem anderen keinen wirklichen Schaden zufügen will. Auch heute noch spricht jeder von uns ohne Bitterkeit über die Beziehung. Bei unserem letzten Telefonat sagte er mir, daß er keine so intensive Beziehung für eine Ehe möchte, sondern eine verstandesbetontere Verbindung, die nicht so schmerzvoll wäre.

Der Zusammenbruch meines Lebens ist jetzt fast 3 Jahre her, die Liebe zu ihm genauso stark wie am Anfang, die Sehnsucht unbeschreiblich, der Liebeskummer extrem und die Sucht nach ihm unterdrücke ich täglich. Zur Zeit opfere ich mein Leben immer noch der vergangenen großen Liebe. Ich kann nicht anders! Die Pfeilspitze bohrt noch immer in meinem Herzen, nur ist sie nicht mehr so glühend heiß. Zwischenzeitlich hat er ein Kind mit der anderen und dann auch geheiratet.

Abschließend möchte ich erwähnen, daß meine ganze Lieles- und Beziehungsfähigkeit (Venus) komplet gewandelt und transformiert wurde (Pluto). Die Schmerzen waren und sind noch so stark, daß ich zeitweise nur noch sterben möchte (Pluto). Vielleicht schaffe ich es, irgendwann ganz loslassen zu können. Ich arbeite daran. Vielleicht im Jahre 1999/2000 wenn der Transit-Pluto im Quadrat zu meiner Venus-Pluto-Opposition steht?



Sonstige Venus/Pluto-Auswirkungen In meinem Leben:

Körperliche Ebene: Bislang Neigung zu Kropfbildung (Schilddrüsendysfunktion)

Transpersonale Ebene: Mutter neigt zu neurotischem Verhalten; sich für ein Ideal opfern (ideale Beziehung...)

Mentale Ebene: Interesse an Tiefenpsychologie; sehr vorstellungsbezogen; hohe Ideale haben; lernen, daß man das, was man liebt oder einem wichtig ist, auch loslassen können muß.

Frau, Mitte 30