... treffen sich ein träumerisch-einfühlsames und
ein sachlich-intellektuelles Prinzip. Wo der Zwilling alles mit dem Verstand erfassen
will, schwimmt der Fisch im Meer der Gefühle. Für den Zwilling sind die Worte wichtig,
für den Fisch das, was zwischen den Zeilen steht. Obwohl beide sehr anpassungsfähig und
zu grosser Toleranz bereit sind, haben sie zwei verschiedene Ausdrucksformen, die wie
Schienen nebeneinander her laufen. Verstand und Gefühl lassen sich nur schwer
zusammenbringen, und eine gemeinsame Basis ist nur dann gewährleistet, wenn sowohl der
kopflastige Zwilling wie der im Ozean der Gefühle sich verlierende Fisch bereit sind,
sich auf die Welt des Partners einzulassen.
Als "Fisch" können Sie vermutlich kaum verstehen, weshalb
Ihr Zwilling-Partner beispielsweise einen wunderschönen Sonnenaufgang nicht einfach still
geniesst, sondern Ihnen erklären muss, warum die Sonne so rot erscheint oder welches
Hobby er gerade neu entdeckt hat. Er hingegen wird dauernd von Ihnen aufgefordert, auch
Dinge in sein Leben zu lassen, die nicht klar und logisch sind. Vermutlich fällt es ihm
schwer, sich in Ihre Welt einzudenken oder gar einzufühlen. Er ist leicht geneigt, Ihnen
unlogisches Denken, Verträumtheit oder mangelndes Interesse vorzuwerfen. Um sich nicht
gegenseitig in die Flucht zu treiben, müssen Sie lernen, nicht einfach mitzuschwingen,
sondern klar zu formulieren, wer Sie sind und was Sie wollen. Ihr Partner dagegen sollte
neben seinem klaren, rationalen Gedankensystem auch der irrationalen Traum-, Phantasie-
und Gefühlswelt etwas Raum geben. Dann finden Sie einen gemeinsamen Nenner. Die
Unterschiede werden dann zu einer enormen Bereicherung, die weit über das erste
Verliebtsein hinausgeht. |