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Kinderhoroskope

für Eltern

 

 

Copyright Anita Cortesi


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinder gezielt fördern mit Hilfe der Astrologie

       Ein Vortrag für Eltern

1. Meine Arbeit mit Kinderhoroskopen
2. Möglichkeiten der Astrologie
3. Wie kommt die Astrologie zu ihren Aussagen?
4. Wie kann die Astrologie konkret eingesetzt werden?
5. Computer-Analysen
6. Gefahren bei der Deutung von Kinderhoroskopen

 

 

 

4. Wie kann die Astrologie konkret eingesetzt werden?

 

A) Man geht zum Astrologen und lässt sich beraten.

B) Man versucht selbst, die Symbole in einem Horoskopbild zu entschlüsseln. Zum Beispiel mit den Elementen und dem Mond im Horoskop:

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Sehen Sie in der unteren Hälfte des Horoskop-Bildes den kleinen Sichelmond? Dies ist das Symbol für den Mond. In diesem Horoskop steht er im grünen Tierkreiszeichen Stier.

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Die grünen Tierkreiszeichen gehören zum Erdelement. Ein Kind mit einem Mond im Erdelement hat typische Charakterzüge des Erdelementes.

Ich möchte Ihnen nun kurz die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser im Kinderhoroskop vorstellen.

ki_Feuer.JPG (17626 Byte) Feuer

Eine Betonung des Feuerelementes weist auf ein aktives Kind hin. Entweder auf der körperlichen oder auf der kreativen Ebene ist dieser kleine "Unternehmertyp" ständig in Bewegung, klettert auf Bäume, bastelt, organisiert und hält die Umwelt mit seinen Forderungen ganz schön in Trab. Eine Mutter wechselt vermutlich zwischen Hosen waschen, aufgebrachte Nachbarn beschwichtigen und Material anschaffen. Wenn "Nein" nicht das erste Wort überhaupt ist, so doch ein oft gebrauchtes. Das Feuerelement ist spontan und direkt und äussert sich schon in den ersten Lebensjahren durch einen ausgeprägten Willen und eventuell eine entsprechend heftige Trotzphase. Sport ist für viel Feuer-Kinder ein wichtiges Ventil, damit sie überhaupt in der Schule ruhig sitzen können.

 

 


Erde

Neben dem temperamentvollen Feuer-Kind wirkt ein erdbetontes Kind auf den ersten Blick fast passiv. Im Gegensatz zum Feuertyp stürmt dieses nicht ins Leben hinein, sondern tastet sich buchstäblich an die Dinge heran. Etwas begreifen ist bei ihm mehr als bei anderen wörtlich zu verstehen: be-greifen. Es nimmt alles in die Hände und oft auch in den Mund, um so durch die direkte Sinneswahrnehmung mit der Umwelt in Kontakt zu treten. Erdbetonte Kinder können stundenlang Kieselsteine sortieren, jeden Zigarettenstummel von der Strasse aufheben oder die Zahnbürste für die unglaublichsten Experimente gebrauchen. Bedächtig und genau wird alles untersucht. Eine Unterbrechung im Spiel, bzw. in seinen Studien quittiert der kleine Erdtyp oft mit Protest und Gebrüll. So richtig entfalten kann er sich in einem gleichbleibenden, stabilen Umfeld und einem geregelten Tagesablauf. Eine nervöse Mutter, ein ständiges Kommen und Gehen oder neue Möbel im Kinderzimmer bringen ihn leicht aus dem Gleichgewicht.

 

 

 

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Luft

Ganz anders reagiert ein luftbetontes Kind auf einen "frischen Wind" in der Familie. Neugierig und offen begrüsst es alles Unbekannte. Kaum kann es sprechen, beginnen die Fragen wie eine unversiegbare Quelle zu sprudeln. Wer nicht ein ausgesprochen redefreudiger Typ ist, hat spätestens beim hundertsten "Warum?" Mühe, eine klare und freundliche Antwort zu geben. Der Kleine ist auch gar nicht so sehr an der Antwort interessiert ist - sie sollen schon antworten, aber der Inhalt ist oft unwichtig. Grundsätzlich läuft das Plappermäulchen den lieben langen Tag und braucht für eine gesunde Entwicklung Eltern, die ihm auch zuhören, ihm Geschichten erzählen, mit ihm reden und seinem geistigen Hunger Nahrung bieten. Dazu gehört neben dem Gespräch auch kreatives Spielzeug, das immer wieder neu kombiniert werden kann und so den wachen Geist des Kindes fördert. Papier und Farbstifte sowie Lego - aber nicht Traktor- und Flugzeugbausätze, sondern die ganz gewöhnlichen Bausteine bieten unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Bücher sind für viele Luftkinder das allerwichtigste. Selbständig zu denken und zu handeln ist für ein Luftkind eine Selbstverständlichkeit, vorausgesetzt, die Eltern lassen es zu.


Wasser

Ein wasserbetontes Kind bleibt dafür um so lieber "Kind". Mehr als alle anderen braucht es Streicheleinheiten und ist ein ausgesprochenes Schmusekätzchen. Wo das Feuerkind seinen Willen einbringt, das Erdkind seine Beobachtungsgabe und das Luftkind einen aufgeweckten Verstand, da zeichnet sich das Wasserkind durch ein feines Stimmungsbarometer aus. Wie kein anderes erfasst es die Hochs und Tiefs der Familienmitglieder, fühlt sich unglücklich, wenn die Mutter mit ihrem Leben unzufrieden ist, oder trotzt und weint, wenn ein unausgesprochener Konflikt zwischen den Eltern in der Luft liegt. "Stimmt" das Klima - und dies gilt ebenso für die Familie wie für die Schule und das weitere Umfeld -, so lacht und singt es fröhlich und zeigt seine ausgelassene und unbeschwerte Kind-Natur. Mit seinem empfindsamen und beeindruckbaren Gemüt braucht es viel Zärtlichkeit und Zuwendung und spricht weit besser auf eine Umarmung als auf lange Erklärungen an.

 

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Das ist in einem Wochenend-Astrologieseminar lernbar. Es ist niemals falsch, einem Kind Gelegenheiten zu bieten, in denen es sein Mond-Element zum Ausdruck bringen kann.

Komplexere Charakterstrukturen lassen sich nicht so einfach erkennen. Da wird die Astrologie zu einem Wissensgebiet in der Grössenordnung einer Fremdsprache. Hierzu ebenfalls ein Beispiel:

Martin und der verhasste Sprachunterricht

Martin geht in die 4.Klasse. Hin und wieder stottert er. Die Eltern wollen ihm sprachlichen Nachhilfeunterricht geben lassen. Aber er weigert sich. Die Mutter fragte, ob sie darauf beharren soll oder nicht.

Das finden wir im Horoskop:

  • grosser Perfektionsanspruch
  • hellwacher Geist
  • grosser Ideenreichtum
  • denkt sehr schnell und viel und unkonventionell
  • möchte darüber sprechen

Sein Perfektionsanspruch verlangt, dass die Sätze korrekt sind, sein reger Geist rennt ihm davon, er denkt schneller, als er es formulieren kann und beginnt zu stottern. Mit den Nachhilfestunden wird das zeitweise Stottern zum offensichtlichen Makel gestempelt und der Druck, den sich der Junge eh schon aufsetzt, wächst.

Ich bin mit der Mutter übereingekommen, dass sie die verhassten Nachhilfestunden abbricht und statt dessen den Jungen am Computer spielen lässt. Er ist fasziniert von Spielen, in denen er schnell überlegen und reagieren muss, kann so sein schnelles Denken einsetzen. Das Stottern ist von allein fast ganz verschwunden.

Hier geht es um Gegensätze im Charakter des Kindes, die nur schwer zusammengebracht werden können.

 

Benjamin und seine Mutter

Ein Kind lebt nicht für sich allein, sondern ist in eine Familie oder eine andere soziale Struktur eingebettet. Wenn ein paar Menschen – Erwachsene oder Kinder – zusammenkommen, bildet sich sogleich eine Gruppendynamik. Jedes Mitglied bekommt seinen Platz zugeordnet. Da gibt es den Aufsässigen und den Stillen, einer, der für Überraschungen sorgt, und einer, der die Verantwortung übernimmt. Auch ein Kind nimmt innerhalb der Familie eine Rolle ein, die einerseits seinem Charakter entgegenkommt, gleichzeitig aber auch ein Manko in der Familie auffüllt. Zum Beispiel ist Benjamin ein Kind, das immer wieder aus dem Rahmen fällt. Seltsamerweise tut er dies in Gegenwart seiner Mutter.

Im Horoskop von Benjamin:

  • temperamentvolles und bewegungsfreudiges Kind

Im Horoskop der Mutter:

  • Tendenz zum Auffallen neben bescheidenen, zurückhaltenden Charakteranlagen

Mutter unterdrückt ihre Tendenzen zum Auffallen. Damit vermittelt sie Benjamin auf einer unbewussten Ebene die Aufforderung "Tu was Besonderes für mich!", d.h. sie projiziert das Thema auf ihren Sohn. Benjamin agiert die Tendenzen zum Auffallen an Stelle seiner Mutter aus, reisst z.B. bei jedem Einkauf etwas Zerbrechliches vom Gestell. Hier wäre also der Rat, dass die Mutter ihre Tendenz zum Auffallen selbst mehr zum Ausdruck bringt.


Mentale Entwicklung des Kindes

Das neutrale, logische Denken, über das wir als Erwachsene verfügen, muss sich beim Kind erst entwickeln. Das Kleinkind betrachtet die Umwelt subjektiv und beurteilt die Dinge nach seinen persönlichen Erfahrungen. Schokolade ist gut und Spinat schlecht, weil es selbst eben so empfindet. Es kann sich nicht vorstellen, daß jemand Spinat mag und Schokolade nicht.

Seine ganze Umwelt ist so lebendig wie es selbst. Die Puppe hat Hunger, und das Auto freut sich, wenn es schnell fährt. Stößt das Kind sich am Stuhlbein, so ist dieses "böse" und hat ihm absichtlich weh getan. Die Dinge sind lebendig und haben Gefühle. Die Umwelt wird als lieb oder böse wahrgenommen. Etwas emotional Neutrales gibt es nicht.

Ungefähr im Alter von 5 Jahren kommt das Weltbild des Kleinkindes ins Wanken, wenn das Kind den Unterschied von "belebt" und "unbelebt" zu entdecken beginnt. Es erkennt, daß der Teddybär im Unterschied zur Hauskatze kein Eigenleben hat. Mehr und mehr wandelt sich sein subjektives, magisches Weltbild in ein kausales und objektives Denken.

In diesem Alter ist das Kind noch nicht fähig, logisch abstrakt zu denken, sondern es orientiert sich an der konkreten Anschauung. Füllt man z.B. zwei gleiche Gläser bis zur selben Höhe mit Wasser und gießt vor den Augen des Kindes das Wasser des einen Glases in eine weite Schale, so sagt es, das Wasser sei weniger geworden. Es erkennt nicht, daß man kein Wasser weggenommen hat und es aus diesem Grund immer noch genauso viel sein muß.

Um lesen, schreiben und rechnen zu lernen, braucht das Kind die Fähigkeit, abstrakten Zeichen einen Inhalt zuzuordnen (z.B. dem Buchstaben "A" den dazugehörenden Lautklang)

Nicht alle Kinder vollziehen diesen Schritt auf die gleiche Art und Weise.

Das Horoskop zeigt sehr klar, wie ein Kind diesen Prozess vollzieht, wie lange es ungefähr dazu braucht und zu welchen Zeiten der Prozess schneller oder langsamer läuft. Wenn sich die Frage des Schulbeginns stellt, gibt die Astrologie klare Hinweise, ob das Kind ein weiteres Jahr Zeit für seine Entwicklung braucht oder ob man es einschulen und gezielt fördern soll.

Das Horoskop zeigt auch eindeutig, wie ein Kind zum Lernen motiviert werden kann:

  • Ein Kind ist von Natur aus neugierig und will die Dinge erklärt bekommen. Das Gespräch hat zentrale Bedeutung. Es ist lernbegierig einfach weil ihm das Lernen und alles Neue Freude macht.
  • Ein anderes Kind muss man erst zum Lernen begeistern. Es lässt sich von Dingen und Situationen beeindrucken, die in sein Weltbild eingeordnet werden können und einen Sinn ergeben. Es will Wissen "erobern" und liebt den Wettbewerb.
  • Ein drittes Kind verbindet intellektuelles Begreifen eng mit konkretem Begreifen, d.h. in die Hände nehmen und anfassen. Beispiel: Brotbuchstaben, Rechnen mit Kaninchen.
  • Ein viertes Kind ist sehr sensibel und nimmt vor allem die Dinge wahr, die mit Emotionen verknüpft sind. Es kann dann optimal lernen, wenn es sich geborgen fühlt. Der Lernerfolg steht und fällt mit der persönlichen Beziehung zum Lehrer.

Ein Horoskop sagt aber nichts über Intelligenz aus.

Wenn ein Kind behindert ist, ist auch dies nicht in diesem Ausmass sichtbar. Man kann einem Horoskop nicht ansehen, ob es von einem behinderten Kind oder von einem gesunden Kind ist.

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