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Kinder-Horoskope deuten und
verstehen
Astrologie als Schlüssel zum Kinderherzen
von Anita Cortesi
Chiron Verlag, Tübingen, 2003
Euro 18.90
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Anita Cortest ist als Autorin von Texten zur Horoskopdeutung per Computer (sog.
»Cortesi-Texte«) bereits über Fachkreise hinaus bekannt und anerkannt. Großer
Beliebtheit erfreuen sich vor allem ihre einfühlsamen Texte zur Deutung von
Kinderhoroskopen. Mit diesem Buch stellt sie ihr profundes Wissen erstmals einem großen
Leserkreis zur Verfügung.
Selbst Mutter zweier Kinder und ausgestattet mit einem sensiblen Fischeaszendenten,
kann Cortesi sich auf wunderbare Weise in die Hoffnungen, Sehnsüchte und Bedürfnisse von
Kinderherzen einfühlen und diesen Ausdruck geben. So werden beispielsweise die zwölf
Archetypen des Tierkreises aus der Sicht des Kindes dargestellt, so als würde das
Widder-, Stier-...Kind direkt zum Leser sprechen. Cortesis Buch ist jedoch keines der
üblichen Sonnenstands-Kinderbücher, sondern wesentlich astrologischer und
psychologischer aufgebaut. Neben einer Einführung in die Entwicklungspsychologie geht die
Autorin auch auf den Nutzen und die Gefahren bei der Deutung von Kinderhoroskopen ein,
stellt eine ganze Familie mitsamt Horoskopen und Familiendynamik ausführlich dar,
schildert Projektionsmechanismen im Familiensystem, und wendet sich somit nicht nur an
astrologisch interessierte Eltern, sondern auch an beratend tätige Astrologen.
Den Hauptteil des Buches bilden jedoch die einzelnen Kapitel zu den Deutungsbausteinen
des Kinderhoroskops, angefangen von den vier Elementen, den zwölf Aszendententypen, der
Bedeutung der Mondknoten bis hin zu jedem einzelnen der zehn Planeten sowie Chiron. Jede
Planetenthematik wird ausführlich und unter Berücksichtigung von
entwicklungspsychologischen Gesichtspunkten dargestellt.
Anita Cortesis zentrales Anliegen ist es, "die reichen Schätze der Astrologie
für die Deutung von Kinderhoroskopen nutzbar zu machen und so das Verständnis für
Kinder zu fördern." (S.17). Dies ist ihr mit ihrem ersten Buch in jeder Hinsicht
gelungen. Wer es gelesen hat, der wird sowohl Kinder als auch seine eigene Kindheit mit
anderen Augen sehen, seine eventuell vorhandenen Ängste in bezug auf
"schwierige" Konstellationen relativieren und den ihm anvertrauten Kindern bzw.
Klienten neue Potentiale und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen können.
Markus Jehle, Meridian Mai/Juni 1998
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