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Wenn Jupiter auf Mars zugeht ...
Kreative Astrologie für Fortgeschrittene
von Markus Jehle
Ebertin Verlag, Freiburg 1997
ISBN 3-87186-089-1, 230 S., kart., ca. Euro 20.-
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Obwohl Titel und Untertitel es nicht sofort verraten, handelt Jehles neue
Buch von Transiten. "Vom Auf und Ab des Lebens", wie er es auf Seite 10
triftig ausdrückt. Neben der schon vorhandenen Literatur (z. B. Robert Hand, Haward
Sasportas) darf dieses original deutschsprachige Werk, dem ein neues Konzept zugrunde
liegt, sich sehen lassen. Insbesondere auf dem Schreibtisch des beratenden Astrologen
dürfte dieses Buch nicht fehlen, weil der Autor das, worauf es in der Beratung ankommt,
auf den Punkt bringt.
Er zeigt einleuchtend und hilfreich die "unerlöste" und die
"erläste" Form eines jeden Tranits. Jehle versteht dabei die Kunst, sich
auf das Wesentliche zu beschränken, und verzichtet mit Recht auf eine getrennte
Behandlung der verschiedenen Aspekte.
Das Buch eignet sich sehr zum Gebrauch als Nachschlagewerk und ist dennoch weit davon
entfernt, an "Kochbuchstil" zu erinnern. Im Gegenteil: In seinen
Transitdeutungstexten arbeitet Jehle systematisch mit Schlüsselbegriffen und
Deutungsbausteinen, die es dem Leser nach einiger Übung ermöglichen, auch eigene
Deutungen vorzunehmen. Interessant und hilfreich sind die allgemeinen Hinweise, die der
Autor dem Leser für jeden einzelnen Transitplaneten gibt sowie die ganzheitliche
"Transitdeutung in sieben Schriften" am Schluß des Buches.
Neu ist die Behandlung der Chiron-Transite. Astrologen, die sich noch nicht mit Chiron
befaßt haben, bietet Jehle jetzt die Chance, die Auswirkungen dieser Transite bei
sich und anderen zu beobachten und so zu einem (tieferen) Verstehen dieses Kleinplaneten
vorzudringen.
Wie in seinem ersten Buch Wenn der Mond im siebten Hause steht... richtet Jehle
sich direkt an seinen Leser (jetzt aber nicht mehr in der Sie- sondern in der
Du-Form), und er fordert Dich mit seinen kernigen Beschreibungen dauernd auf, über Dich
selbst und Deine eigenen Entwicklungschancen, welche die Transite Dir bieten,
nachzudenken. Das macht die Lektüre nicht nur zu einer bereichernden, sondern auch zu
einer spannenden Erfahrung.
Erik van Slooten, München, Meridian März/April 1998 |