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Radix

Merkur Konjunktion Mars Opposition Saturn Quadrat Neptun



Als Kind habe ich diese Konstellation am meisten zu spüren bekommen, indem ich keine eigene Meinung haben durfte und schon gar nicht selbständig handeln. Ich musste an dem Gefallen finden was man mir vorlebte, ob es mir nun passte oder nicht.

Mein Vater - ein Patriach - war sehr pedantisch ‚strukturiert und für mich furchtbar kompliziert und sehr materiell eingestellt.

Ich als Steinbocksonne praktisch veranlagt und das Einfache vorziehend und Widdermond mit nicht viel Geduld, mein Vater als Jungfrau mit Krebsmond schnell beleidigt - armer Vater, armes Kind, ewig gefühlsmässiger Kampf - ich trotzte gegen sture Vorschriften, gegen Ungerechtigkeit, denn eine meiner Schwestern war schlau und ihm sehr zugetan. Sie durfte sich alles erlauben, wenn Sie mal, was öfter passierte‚ über die Stränge schlug und alles ans Tageslicht kam. Sie schaffte es jedes Mal, Vater davon zu überzeugen, dass ich diejenige war, welche etc., obwohl ich wirklich nichts dazu beitrug. Jedenfalls endete es jedes Mal damit, dass ich Haue mit dem Teppichklopfer bekam, was recht schmerzhaft war, und ins Bett musste, ins dunkle Zimmer, ohne Nachtessen; auch das tat weh. Mit der Zeit lernte ich, für mich ist es besser zu schweigen. So "frass,, ich halt des öfteren meine Gedanken in mich rein, malte mir im Kopf meine eigene kleine schöne liebe harmonische Welt und träumte von der Zukunft.



In abgeschwächter Form erlebte ich eine Wiederholung in meiner Ehe mit dem Thema Patriarch.

Ich wurde gelebt, obwohl mein Mann - er war wirklich meine grosse Liebe und ich auch die seine - er übernahm das ganze Ruder in unserem Boot; ich durfte nicht ein einzig kleines Mal selbst etwas rudern, ich wurde materiell sehr verwöhnt, was sicher auch schöne Seiten hat, doch meine eigenen persönlichen Bedürfnisse wurden verneint, d.h. zum Beispiel hätte ich gerne einen Englischkurs besucht, um meinen Geist zu befriedigen, ein Nein. Ein paar Stunden in der Woche arbeiten gehen, ein Nein‚ das hätte ich nicht nötig. Finanziell gesehen stimmte das‚ doch mein kleines inneres Kind wollte doch endlich mal erwachsen werden, sich selbst finden, sich selbst bestätigen, seine schlummernden Talente aufwecken und leben. Ich wachte endlich auf. Steinbock der Spätzünder – typisch, kann ich nur sagen.

Ich versuchte mit Reden, Diskussionen, warum ich für mich etwas mehr als nur eine verwöhnte Frau zu sein beanspruche, welche quer bei Fuss steht, wenn der Gatte von der Arbeit kommt, hübsch gepflegt, gut gekocht - was ich auch heute noch gerne tue. Doch es gibt doch noch so viel mehr, mein Hirn muss doch auch gefüttert werden. Doch für ihn gab es leider keine Kompromisse, es entstand ein quälender seelischer Kampf, wir hatten zehn glückliche Jahre, bevor ich aufwachte‚ es entstand ein über Jahre verzweifelter Versuch, doch noch einen gemeinsamen Weg zu finden, auch mit Ehetherapie, es half alles nichts. Es war ein Weg, der in einem elend traurigen Chaos endete. Auch dieser Lebensabschnitt würde ein dickes Buch füllen, und während ich diese Zeilen schreibe, kommt immer noch ein tiefer Schmerz hoch und das nach 25 Jahren. Ich arbeite immer noch daran.