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Astrologie lebensnah
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(Themenwiederholung: Saturn im Stier am DC! Venus gradgenau am AC in
Skorpion)
Als Kind dachte ich, dass eine Beziehung immer perfekt ist.
Es wurde mir von meinen Eltern so vorgelebt.
Schon bald machte ich aber die Erfahrung, dass es ganz und gar nicht
so ist.
Ich hatte immer das Gefühl, etwas leisten zu müssen.
Selten konnte ich geniessen.
Selbst wenn mein Partner mir sagte, dass er mich liebt, dachte ich
immer: ja, welchen Teil von mir? Dass ich witzig bin? Selbständig
bin? Gefalle ich ihm überhaupt? Mag er nur mein Hirn? Oder findet er
es einfach angenehm, dass ich ihm ein gemütliches Zuhause schaffe?
Ich kam nie auf die Idee, dass er mich einfach so liebt, wie ich bin
und dafür liebt, dass ich bin wie ich bin.
Hätte er das so gesagt, hätte ich es ihm ohnehin nicht geglaubt.
Später dachte ich immer, man mag mich, weil ich irgendetwas
besonders gut kann, oder weil ich gerade besonders hübsch aussah,
oder weil der Kuchen gerade extra gut geworden ist, oder weil mein
neues Auto so toll aussieht.
Ich hatte auch immer das Gefühl, wenn ich mich nicht zu 100% ständig
bemühe, dass ich auf der Stelle verlassen werde. Natürlich hatte ich
nie auch nur den geringsten Grund zu dieser Annahme. Aber das Gefühl
war da.
Und weil ich mich auch immer so schön gekümmert habe, habe ich
sicher auch den Eindruck vermittelt, dass ich alles für meinen
Partner tun würde.
Und so kam es, dass ich 2x finanziell ausgenutzt wurde. Nachträglich
war klar, dass es so laufen musste, ich war blind davon überzeugt,
wider besseren Wissens so handeln zu müssen.
Es mag aufgefallen sein, dass ich in der Vergangenheitsform
berichtet habe.
Ich tat das deswegen, weil dieses Verhalten für mich zum Glück
Vergangenheit ist.
In den letzten 2 Jahren habe ich durch meine Tätigkeit als
Tanzsporttrainer erfahren, dass man mich mag und akzeptiert, weil
ich bin wie ich bin und nicht, weil ich allen ein Getränk spendiere
oder weil ich mal eine tolle Tänzerin war.
Im Gegenteil, auch wenn ich mal laut sein muss und den Tänzern die
Meinung sagen muss, bleibt die Sympathie mir gegenüber erhalten.
Meine Minderwertigkeitsgefühle sind ebenfalls fast verschwunden.
Traute ich mich früher nicht mal vor 3 Personen ein paar Minuten
frei zu sprechen, traue ich mich jetzt aus dem Stegreif vor bis zu
45 Personen ohne Vorbereitung eine 1,5-stündige Lecture zu halten.
Jetzt weiss ich: jeder Mensch ist liebenswert,
weil er IST.
Wenn ich mich wieder mal auf eine Beziehung einlasse, wird sie
anders laufen, denn der Stress ständig zu gefallen, fällt weg und
ich kann mich mehr auf den Partner konzentrieren und die Zeit zu
zweit geniessen.
Frau, ca. 35